Immer mehr Handys werden geklaut

Die Zahl der Handy-Diebstähle hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, im Jahr 2013 wurden im Durchschnitt pro Tag rund 650 Mobiltelefone als gestohlen gemeldet. Über die Gründe dafür kann nur spekuliert werden, jedoch besitzen inzwischen die meisten Menschen Smartphones, die deutlich mehr wert sind als ein Handy es in 2009 war.

Handytarife© kite rin / Fotolia.com
11.08.2014, 16:09 Uhr

Das dürfte Handy-Diebstahl für potentielle Langfinger deutlich attraktiver machen.
Nachfolgend noch einmal die aktuellen Zahlen im Überblick. Diese stammen aus dem „Informationssystem der Polizei zur Ausschreibung von Personen und Gegenständen zur nationalen Fahndung“ und wurden durch eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke bekannt.
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Als „gestohlen / geraubt gemeldete“ Mobiltelefone:
2009: 102.023
2010: 130.317
2011: 127.453
2012: 166.274
2013: 236.550
2014 (1. Halbjahr): 100.639
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Die Innenministerkonferenz berät inzwischen darüber, wie die steigende Zahl an Handy-Diebstählen eingedämmt werden kann. Dabei wird unter anderem überlegt, ob neben der Sperrung einer Nummer über den Mobilfunkanbieter auch Geräte komplett gesperrt werden können. Handys und Smartphones besitzen eine individuelle Nummer, die jedes Mal automatisch ins Mobilfunknetz übertragen wird, wenn das Telefon angeschaltet wird. Diese sogenannte IMEI-Nummer (IMEI: International Mobile Equipment Identity) kann vom Anbieterin auf eine internationale Sperr-Liste gesetzt werden, wenn das Gerät bei der Polizei als gestohlen gemeldet wird. In der Folge kann dann ein Dieb damit nicht mehr telefonieren – auch mit einer fremden SIM-Karte nicht.