iPhone: Klage gegen Apple wegen Provider-Bindung

Ein amerikanischer Anwalt versucht mit einer Sammelklage gegen Hersteller Apple durchsetzen, dass das iPhone Handy ohne SIM-Lock verkauft werden kann. In den USA ist es nur mit einem AT&T-Vertrag erhältlich, in Deutschland wird es ab 9.11. ausschließlich über T-Mobile verkauft.

Apple© Apple
08.10.2007, 11:51 Uhr

Der Anwalt Damain Fernandez hatte am Freitag eine Sammelklage gegen iPhone-Hersteller Apple eingereicht, für die er immer noch weitere Kläger sucht. Er sieht durch die Bindung des iPhones an den amerikanischen Mobilfunk-Anbieter AT&T das kalifornische Wettbewerbsrecht verletzt, so das US-Online-Magazin Information Week.
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Laut Fernandez stehe das vielfach selbst vorgenommene Entsperren des Multimediahandys (handytarife.de berichtete) nicht im Widerspruch zu US-Gesetzen. Die Bindung des Handys an einen einzigen Mobilfunkbetreiber zwinge die Kunden, überhöhte Preise für das iPhone sowie die Dienste des Anbieters zu zahlen, so die Klageschrift.
Eine konkrete Summe der Schadensersatzforderung wird in der Klageschrift noch nicht genannt.
Die Kläger wollen nun erreichen, dass das Gericht Apple zukünftig die Sperrung des iPhones untersagt (in Deutschland wird das Handy ausschließlich mit Handytarifen eines T-Mobile Vertrags zu kaufen sein). Außerdem will man die Garantieansprüche aller Besitzer von entsperrten iPhones durchsetzen.