Irreführende Flatrate-Werbung für Handys untersagt

Ob fürs Telefonieren, Surfen oder SMS-Schreiben: Flatrates sind bei Telefon- und Internetkunden sehr beliebt. Versprechen sie doch eine unbegrenzte Nutzung zum Pauschaltarif und Schutz vor Rechnungs-Explosionen. Doch oftmals erfüllen als Flatrate beworbene Tarife beim Blick ins Kleingedruckte nicht die in sie gesteckten Erwartungen.

Handytarife Selbständige© rangizzz / Fotolia.com
17.09.2012, 16:00 Uhr

Dies stellt die Verbraucherzentrale NRW vermehrt fest. Gegen die irreführende Werbung mehrerer Anbieter sind die Verbraucherschützer nun erfolgreich vorgegangen.
Per einstweiliger Verfügung des Landgerichts Koblenz (Az.: 1 HK O 100/12 - nicht rechtskräftig) konnte beispielsweise der 1&1 Mail & Media GmbH (web.de) die Bewerbung eines Mobilfunktarifs als "SMS-Flat" untersagt werden, wenn es mit der Monatspauschale nicht getan ist. Im konkreten Fall waren von der Flatrate nur 1.000 SMS pro Monat umfasst - jede weitere Kurznachricht sollte zusätzlich kosten.
 Achtung Kostenfalle: Kleingrdrucktes im Handy-Vertrag
Ohne Einschaltung des Kadi beugten sich zwei weitere bekannte Unternehmen den Forderungen der Verbraucherjuristen. So verspricht Vodafone, seine Angebote unter dem Namen o.tel.o nicht mehr mit "Festnetz-Flat" zu bewerben, wenn von dem monatlichen Entgelt nur 1.500 Minuten umfasst und jede weitere Gesprächsminute zusätzlich bezahlt werden muss. Besonders positiv: Der Anbieter hat die Tarifoption in einen echten Pauschaltarif umgeändert, so dass dieser nunmehr die Bezeichnung "Flat" verdient.
 Tarif-Vergleiche Flatrates
Auch die Medion AG (Aldi Talk) hat nachgebessert und gelobt, künftig auf die Tarifbezeichnung "All-In Flat 2.000" sowie die Werbeaussage "Die Flatrate in alle Netze" zu verzichten. Der Haken hier: Nicht jedes Gespräch in jedes Netz war mit dem Pauschalbetrag abgegolten.