Jeder zweite Deutsche fürchtet Risiko durch Handystrahlung

Über die Hälfte der Deutschen fürchtet Gesundheitsrisiken durch Handys. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von ZEIT Wissen: 55,3 Prozent der Befragten gaben an, dass sie glauben, Handystrahlung stelle ein gesundheitliches Risiko dar. Hamburger sind besonders beunruhigt: 82 Prozent fürchten Gesundheitsrisiken durch Handystrahlung, so viele wie in keinem anderen Bundesland.  

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21.08.2006, 15:46 Uhr

Neueste Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm deuten darauf hin, dass diese Befürchtungen begründet sein könnten. An einem Modellsystem aus künstlichen Zellmembranen haben die Forscher kurzzeitige Temperaturerhöhungen um bis zu hundert Grad gemessen. Institutsdirektor Markus Antonietti ist bestürzt: "Da wird hundertmal so viel Energie absorbiert wie bisher gedacht. Das ist der Horror", erklärt er in ZEIT Wissen.
Konkrete Auswirkungen auf das Gehirn können erst Experimente mit menschlichen Zellen zeigen. "Aber wir kennen jetzt den Mechanismus, der zur Zellschädigung führen könnte. Als Wissenschaftler bin ich besorgt", so Antonietti.
Andere Wissenschaftler kommen jedoch zu gegensätzlichen Ergebnissen: Erst Anfang des Jahres haben britische Mediziner von der Universität in Leeds in ihren Studien herausgefunden, dass bspw. telefonieren mit dem Handy nicht das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, erhöht.
Es wird also wohl erst in einigen Jahren und weiteren intensiven Untersuchungen am Menschen feststehen, welchen Einfluss genau mobiles Telefonieren auf den menschlichen Körper hat.

Quelle: ZEIT Wissen