Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handys

Nach wie vor stehen Handys im Verdacht, Krebs zu verursachen. Keine Studie konnte diesen Verdacht bisher jedoch bestätigen. Die jüngsten Untersuchungen zu diesem Thema stammen aus Nordeuropa. Doch auch dort hat sich die Anzahl der Hirntumore in den letzten fünf bis zehn Jahren, also seit Beginn des Handy-Zeitalters, nicht erhöht.

Handy Tarifrechner© Jacob Lund
04.12.2009, 16:41 Uhr

Das ergab die Analyse der dänischen Gesellschaft für Krebsbekämpfung. Untersucht wurden 60.000 Fälle von Hirntumoren (Gliome und Meningeome) bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 79 Jahren zwischen 1974 und 2003. In Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden habe die Zahl derartiger Krebsfälle nicht zugenommen. Dies gelte auch für die Zeit zwischen 1998 und 2003, als Mobiltelefone bereits weit verbreitet waren.
Langzeitauswirkungen in Spanien untersucht
Wie häufig Betroffene ihr Handy vor der Diagnose genutzt haben, wurde in der Studie nicht untersucht. Einschränkungen müsse man auch bezüglich des geprüften Zeitraumes machen. Es wäre möglich, dass die Zeitspanne von fünf bis 10 Jahren vielleicht noch zu gering für den Ausbruch einer Krebserkrankung sei. Möglicherweise jedoch sei die Risikovergrößerung aber auch zu gering, um sich in den Ergebnisse deutlich niederzuschlagen. Langzeitauswirkungen wurde hingegen in einer 2006 beendeten Studie in Spanien bedacht. Ein erhöhtes Krebsrisiko sei jedoch auch hier nicht nachweisbar gewesen.
Keine sonstigen Gesundheitsschäden
Auch in den im Sommer 2008 von der Bundesregierung vorgelegten Ergebnissen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms konnte kein verstärktes Auftreten von Hirntumoren mit der Verwendung von Mobiltelefonen in Verbindung gebracht werden. Mehr als 50 Wissenschaftlerteams hatten Untersuchungen durchgeführt, die letztendlich auch die Beeinträchtigung des Schlafs und der allgemeinen Gesundheit ausschlossen.
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