Keine Sensation: Neuer Base-Handytarif ist hausgemacht

Das Base-Karussell dreht sich weiter. Nach zahlreichen Flatrate-Versionen bricht die E-Plus-Tochter erstmals mit ihren Konventionen, denn der neue Base-Tarif Zero deckt Gespräche nicht pauschal ab. Ohne Grundgebühr mit 10 Euro Mindestumsatz telefoniert man für 10 Cent pro Minute in alle Netze.

Base© Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
30.08.2007, 13:18 Uhr

Der Versand von SMS Kurzmitteilungen bei Base Zero kostet 20 Cent.
Auf den ersten Blick ähnelt der Tarif dem „Zehnsation“ Handytarif von E-Plus. Aber erst wenn man genauer hinschaut fallen die Unterschiede auf. Am bittersten schmeckt der ungünstige Minutentakt des neuen Base-Tarifs, denn jede angebrochene Minute wird voll berechnet. Insbesondere wer oft und gerne Kurzgespräche führt schießt schneller als gedacht über das Ziel hinaus. Das Original von E-Plus verfährt hier kundenfreundlicher: Nach der ersten Minute wird das Gespräch sekundengenau abgerechnet.
Keine Kostenkontrolle
Weiterhin verzichtet der Kunde bei Buchung des neuen Base-Tarifs auf den äußerst praktischen Service „Cost Control“ von E-Plus. Nirgendwo wichtiger als bei einem Tarif mit Mindestumsatz, erhält der Kunde durch Cost Control Einsicht in den aktuellen Verbrauch seiner Telefon-Minuten und kann so je nach Situation sein Telefonierverhalten mit dem Handy anpassen.
Soviel Transparenz ist vorbildlich, der Tarif Base Zero bietet hier null Durchblick.
Ab dem 1.September ist Base Zero buchbar. Bei Online-Abschluss erhält der Kunde jeden Monat 50-Frei-SMS. Auf Wunsch wird bei Vertragsabschluss ein neues Handy überreicht – mit monatlichem Aufpreis versteht sich. Die Konditionen sind mit denen von E-Plus identisch.
Fazit: Lieber Zehnsation
Aus Sicht von handytarife.de spricht nichts für Base Zero. Der Mutter-Tarif Zehnsation von E-Plus kostet gleich viel, enthält ebenfalls monatlich 50-Frei-SMS bei Online-Abschluss, bietet aber einen kundenfreundlicheren Minutentakt und erlaubt volle Kosten-Kontrolle.