Kodak meldet sich mit eigenem Smartphone zurück

Nachdem Leica sich mit Huawei zusammengetan hat, um bei der Smartphone-Fotografie mitzumischen, folgt nun Kodak. Dafür bekommt das neue Fotohandy einen geschichtsträchtigen Namen. Die Kodak Ektra kam als Kamera 1941 auf den Markt. Zum Ende des Jahres wird sie als Mobiltelefon wiedergeboren.

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20.10.2016, 13:36 Uhr

Das Ektra wird im Auftrag von Kodak von der Firma Bullitt produziert. Diesen Hersteller kennen wir schon von den besonders widerstandsfähigen CAT Smartphones, wie zum Beispiel dem S40. Die Designer des neuen Kodak Mobiltelefons haben sich an der namensgebenden Kamera orientiert und mit einem Mix aus Kunstleder und silbernem Gehäuse einen Retro-Look erzeugt. Dazu tragen auch die optional erhältlichen Taschen aus Leder bei.
 

Herzstück dieses Telefons sollen die Kamera-Funktionen sein. So bietet das Kodak Ektra einen manuellen Modus für ambitioniertere Nutzer, die ISO, Weißabgleich, Belichtungszeit etc. selber einstellen wollen. Etwas besonderes ist dabei auch das Wählrad für die Szenenauswahl (Smart Auto, Porträt, Manuell, Sport, Bokeh, Nacht, HDR, Panorama, Makro, Landschaft, Film / Video). Der seperate Auslöser ist außerdem als zweistufiger Knopf umgesetzt, was man von hochwertigen Fotoapparaten, aber auch Lumia-Smartphones kennt.

Während beide Sensoren sehr hoch auflösen, können die größen der Blenden auf dem Papier nicht auf Anhieb überzeugen. Über sie erreicht den Sensor weniger Licht, als zum Beispiel bei einem Samsung Galaxy S7. Um trotzdem bei schlechten Lichtverhältnissen mithalten zu können, verwendet Kodak eine speziellen Beschichtung der Linsen und die Night Shot-Technologie von ArcSoft. Damit die Bilder der Hauptkamera bei längeren Belichtungszeiten in der Dunkelheit nicht verwackeln, wird ein optischer Bildstabilisator verbaut.

Technische Daten:

  • 5 Zoll FullHD-Display
  • Android 6.0
  • 21 Megapixel Hauptkamera mit f2.0-Blende, OIS und Dual-LED-Blitz
  • 13 Megapixel Frontkamera mit f2.2-Blende
  • Mediatek Helio X20 2,3 GHz Decacore-Prozessor
  • 3 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • 32 GB Speicher, erweiterbar per Micro-SD-Karte
  • Akku mit 3.000 mAh, USB-Type-C

Das Google-Betriebssystem in der Version 6.0 kommt ohne eine spezielle Benutzeroberfläche aus. Wünschenswert wäre es allerdings gewesen, zum Marktstart bereits die aktuelle siebte Android-Version zu installieren. Der Prozessor ist hierzulande weniger bekannt, weil er bisher hauptsächlich in Smartphones auf asiatischen Märkten verbaut wurde. Seine Performance sollte alltagstauglich sein, ohne dass sie an aktuelle Flaggschiffe heranreicht. Auch die vorinstallierten Apps legen den Schwerpunkt auf die Fotografie: Für den Ausdruck von Abzügen, das Drehen von "Super 8 Videos" und die Nachbearbeitung von Fotos, sowie zum Teilen in den Sozialen Netzwerken.

Während auf den Produktfotos eine Micro-USB-Buchse an der Unterkante des Kodak Ektra zu sehen ist, verspricht das Datenblatt einen modernen USB-Type-C-Schnittstelle. Diese wäre bei einem Preis von 499 Euro UVP auch sehr wünschenswert. Wie hoch die Fotoqualität in Wirklichkeit ist, wird ein ausführlicher Testbericht auf handytarife.de zeigen.