Kommt das iPhone nicht nach Frankreich?

In unserem Nachbarland steht Anbieter Apple vor ungewohnten Problemen: Das französische Gesetz verbietet es, das Handy ausschließlich mit einem Vertrag gekoppelt anzubieten. Dies steht Apples Marketing-Strategie, wie sie in den USA und auch in Deutschland angewendet wird, entgegen.

Apple© Apple
09.10.2007, 13:27 Uhr

Denn Apple hat sich für den Vertrieb seines Multimedia-Handys in jedem Land einen exklusiven Provider gesucht, mit dessen Handyvertrag das Gerät ausschließlich verkauft wird. Das kalifornische Unternehmen konnte mit seinem Kult-Produkt sogar so viel Druck auf die jeweiligen Mobilfunkbetreiber ausüben, dass man an den mit dem iPhone getätigten Umsätzen beteiligt wird, Meldungen zufolge sollen bis zu 30% der Gesprächsumsätze an Apple gehen.
Kein iPhone in Frankreich?
In Frankreich könnte dieses Geschäftsmodell jedoch unter Umständen nicht realisierbar sein. Denn das dortige Verbrauchschutzgesetz untersagt, dass ein Gerät ausschließlich bei einem Anbieter und mit einem Tarif verkauft wird. Apple müsste dann das Handys entweder ohne feste Bindung an einen Provider oder Vertrag anbieten oder aber auf eine Einführung des iPhones in Frankreich ganz verzichten. Dies wäre für Apple ein großer Verlust im Weihnachtsgeschäft, da man am Umsatz von Orange (dem vorgesehenen Anbieter für das iPhone in Frankreich) je entsprechend mitverdient hätte.
iPhone ohne SIM-Lock als Alternative
Aber auch ein iPhone ohne Vertrag dürfte für Apple keine Alternative darstellen, denn das Handy ohne SIM-Lock würde wohl zahlreiche Kunden auch aus dem Ausland nach Frankreich locken und die Mobilfunk-Provider aus Ländern wie Großbritannien oder Deutschland (T-Mobile vermarktet das iPhone), die die Exklusivrechte am iPhone teuer erkauft haben, verärgern.