Mehr E-Mails verschickt als je zuvor

In Deutschland nimmt in diesem Jahr die E-Mail-Nutzung weiter zu. Das geht aus aktuellen Schätzungen der beiden führenden Anbieter web.de und gmx hervor. Gegenüber 2014 wächst das echte, also um Spam bereinigte Mail-Aufkommen demnach um mehr als 6 Prozent auf insgesamt 537,1 Milliarden.

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24.03.2015, 13:34 Uhr

Befeuert wird der Boom von der stark zunehmenden mobilen Nutzung. Denn wenn sie nicht gerade telefonieren, nutzen die Deutschen ihr Handy am liebsten zum Lesen und Schreiben von E-Mails.
Wie eine aktuelle Studie der Convios Consulting für gmx und web.de zeigt, rufen fast 30 Prozent der Befragten auch unterwegs regelmäßig ihre E-Mails ab. Weitere 36 Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Zum Vergleich: Nur 23 Prozent sind regelmäßig über eingehende Nachrichten in sozialen Netzwerken informiert, gerade einmal 17 Prozent kommunizieren regelmäßig via Instant Messenger.
Seit 2012 hat sich der Anteil der Bundesbürger, die ihre E-Mails regelmäßig auch auf dem Handy abrufen, von 12,6 auf jetzt 29,4 Prozent mehr als verdoppelt. Getrieben wird der Trend vor allem von Männern. 40 Prozent nehmen mehrmals täglich das Smartphone in die Hand, um nach neuen E-Mails zu schauen (Frauen 32 Prozent). Bei den Altersgruppen zeigen die 20- bis 29-Jährigen die höchste Nutzungsintensität: 47 Prozent rufen ihre E-Mails mehrmals täglich ab.
Waren es früher die standardmäßig auf dem Smartphone vorhandene Mail-Funktion oder der mobile Webbrowser, über die sich Nutzer bevorzugt in ihr Postfach einloggten, werden dazu heute immer häufiger von den Mail-Providern entwickelte Apps verwendet. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der App-Nutzer der Studie zufolge auf 38 Prozent - ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2013.
Hier die Top Ten der am stärksten genutzten Anbieter:
1. gmx 27,34 Prozent
2. web.de 26,44 Prozent
3. T-Online 11,63 Prozent
4. Outlook 8,15 Prozent
5. AOL 5,17 Prozent
6. Freenet 4,37 Prozent
7. Gmail 4,08 Prozent
8. Eigene E-Mail-Domain 3,38 Prozent
9. Arcor 2,88 Prozent
10. 1&1 2,68 Prozent