Microsoft präsentiert Windows Phone 8

Knapp drei Jahre nachdem Windows in Form von Windows Phone 7 eine Neuplatzierung am Mobilfunkmarkt wagte, zeigt die Software-Schmiede nun Windows Phone 8. Bargeldloses Bezahlen via NFC ist künftig auch für Windows-Phone-Nutzer möglich, sofern sie neue Geräte besitzen, Updates bleiben wohl aus.

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21.06.2012, 11:34 Uhr

Neben dem neuen Bezahlmodus, gestattet Windows Phone 8 künftig auch einen merklich personalisierteren Startbildschirm, deren einzelnen Kacheln sich auch in der Größe verändern lassen. Künftig unterstützt das Microsoft-Betriebssystem auch Mehrkernprozessoren und eine höhere Display-Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten. Auch lassen sich Windows-Smartphones künftig via Speicherkarte aufrüsten und unterstützen zudem NFC-Chips.
Zahlen mit dem Smartphone

Damit diese dann auch für den bargeldlosen Geldtransfer eignen, zeigte Microsoft auf dem Event eine Software namens Wallet, welche ebendiesen Zweck erfüllen soll. Der Internet-Explorer 10 beherrscht zudem unter anderem auch HTML 5. Kartenmaterial kommt künftig nicht mehr von bing, sondern direkt von Nokia, sodass sämtliche Windows-Phone-8-Smartphones künftig über große Offline-Karten verfügen können.
Auf den Kernel kommt es an

Weitere Details wird Microsoft vor dem Markstart von Windows Phone 8, der wohl im Herbst 2012 erfolgen soll, bekannt geben. Klar ist aber, dass alte Windows-Phone-7-Geräte kein Update auf die achte Version des mobilen Microsoft-Betriebssystems erhalten werden. Der Grund: Windows-Phone spricht in der achten Version denselben Kernel an, wie die achte Desktop-Version vom Microsoft-Betriebssystem, was von den derzeitigen Smartphones samt CE-Kernel nicht beherrscht wird.
Was wird aus Nokia?

Damit steht vor allem der finnische Mobilfunk-Hersteller Nokia vor einem Problem. Das Unternehmen bringt nämlich dieser Tage sein neues Flaggschiff, das Lumia 900, noch mit Windows Phone 7.5 Mango auf den Markt. Das an sich schicke Smartphone dürfte damit binnen eines Vierteljahres als überholt gelten. So nimmt beispielsweise die Telekom das Smartphone von vornherein nicht ins Portfolio auf.
Immerhin versprach Microsoft den derzeitigen Windows-Phone-Nutzern ein Update Namens 7.8, welches die alte Version zumindest optisch angleichen soll - ein schwacher Trost.
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