Mobiles Internet auf dem Weg in den Massenmarkt

Die VerbraucherAnalyse (VA) 2010, die große Markt-Media-Studie der Axel Springer AG und der Bauer Media Group, bietet einen Einblick in das Konsumverhalten der Deutschen. Die Schwerpunktthemen der diesjährigen Untersuchung befassen sich mit dem Mobile Web und den gängigen Klischees gegenüber den Deutschen.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
04.10.2010, 15:10 Uhr

Die Untersuchungsergebnisse der Verbraucher Analyse 2010 sprechen für einen Durchbruch des Mobile-Web in naher Zukunft. So hat sich seit 2009 die Zahl der User verdoppelt und die Zielgruppe ist breiter geworden. Beim Vergleich des Mobile-Web mit dem stationären Internet zeigen sich auffällige Parallelen in der Nutzungsentwicklung. Aktuell ist das Mobile-Web bereits über die so genannte „Innovationsphase" hinaus und die „Early Adopter", die ersten regelmäßigen Nutzer, sind schon am Start. „Die nächste Phase der Entwicklung wird erreicht, wenn die technologischen Neuerungen und die geringeren Kosten den Zugang erleichtern. Dann wird das Mobile Web den Massenmarkt erobern", so Andrea Treffenstädt, Marktforscherin bei der Axel Springer AG.
Das Mobile-Web auf dem Weg in den Massenmarkt
Die Ergebnisse der VA prognostizieren, dass das Mobile-Web das tägliche Leben ergänzt, aber nicht komplett umwälzen wird. Vielmehr erweitert das neue Medium die etablierten Medienkanäle, indem es ihnen Mobilität ermöglicht. „Insgesamt 57,1 Prozent der Gesamtbevölkerung nutzen Internet und Handy gleichzeitig, hier liegt das Potenzial für die Entwicklung des Mobile-Web", erklärt Andrea Treffenstädt. Die VA identifiziert in diesem Zusammenhang drei relevante Nutzer-Typen für diesen Medienkanal. Die „Web-Bewohner" (8,7 Prozent der Gesamtbevölkerung) machen fast alles im Internet und nutzen alle Funktionen intensiv. Die „Spielkinder" (13,6 Prozent) setzen auf Entertainment und Kommunikation, sie kommunizieren über alle Kanäle – Web, Handy, Social Network. Die „Pragmatiker" (8,6 Prozent) sind informations- und nutzenorientiert und betrachten das Web dementsprechend als Werkzeug im täglichen Leben. „Um das Potenzial für das Mobile-Web voll auszuschöpfen, müssen diese drei Zielgruppen aktiviert werden", so Andrea Treffenstädt.