Mobilfunkmarkt Deutschland 2016: Zahlen & Fakten

Zum Jahresende 2016 wird es rund 128 Millionen SIM-Karten der Netzbetreiber in Deutschland geben, rund 3,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Dabei teilen sich die drei Mobilfunkanbieter den Markt fast gleichmäßig. Der Anteil der Telekom beträgt 32,7 %, Vodafone hält einen Marktanteil von 33,3 % und Telefónica o2 34,0 %.

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23.10.2016, 13:45 Uhr

Dies teilte jetzt der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten mit.
Fast unverändert ist mit 53,5 % der Anteil der Postpaid-Karten an den SIM-Karten, 2015 waren es 52,9 %. Mit 8 Milliarden Euro (2015: 8,2 Milliarden Euro) hält die Telekom nach wie vor gut 30 % der Mobilfunkumsätze, gefolgt von Vodafone mit 6,9 Milliarden Euro (26,1 %) und Telefónica o2 mit 6,6 Milliarden Euro (25 %). Umsatzsteigerungen konnten auch von Netzbetreibern unabhängige Service Provider wie freenet, 1&1 und Drillisch verzeichnen, die zusammen einen Anteil am Mobilfunkumsatz von fast 19 % halten.
500 MB Daten im Durchschnitt
Das Gesamt-Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich steigt auch in 2016 an - ein Plus in Höhe von 31 % auf 774 Millionen Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 mehr als versiebenfacht. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte beträgt 2016 mit 510 MB pro Monat voraussichtlich 22,9 % mehr als 2015. 2011 lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte.
Weniger Telefonate trotz Flatrates
Die Zahl der Verbindungsminuten aus Mobilfunknetzen nimmt in diesem Jahr erstmals leicht ab, so dass sich auch der einst sehr starke Trend weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk insgesamt abschwächt. Offensichtlich wird die Sprachtelefonie trotz einer weiten Verbreitung von Sprach-Flatrates mittlerweile durch andere Kommunikationsformen ersetzt. Software-basierte Telefonie-anwendungen wie unter anderem Skype können 2016 die Anzahl der täglichen Verbindungsminuten auf 250 Millionen steigern, ein Plus von 19 Millionen gegenüber 2015.