Mobiltelefon als Bahn- und Busfahrkarte

Das Mobiltelefon kann Fahrgästen in Bus und Bahn zukünftig die Papier-Fahrkarte ersetzen: Statt am Automaten ein Ticket zu kaufen, drückt der Kunde jeweils vor Abfahrt und bei Ankunft auf eine Handy-Taste. Als „Touch&Travel“ wollen die Deutsche Bahn und Vodafone das elektronische Ticketing-Verfahren zur Marktreife entwickeln.  

Handytarife© kite rin / Fotolia.com
16.03.2007, 16:40 Uhr

Ein erster Praxistest für Touch&Travel startet noch in diesem Jahr auf der ICE-Strecke Berlin-Hannover, einem Teilnetz der Berliner S-Bahn und im gesamten städtischen Nahverkehr der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Eine deutschlandweite Markteinführung ist nach erfolgreichem Abschluss des Tests in den kommenden Jahren geplant.
Neue Technik, neue Möglichkeiten
Das eTicketing-Verfahren von DB und Vodafone setzt auf eine neue Mobilfunk-Technologie, die in naher Zukunft auf den Markt kommen wird: Near Field Communication (NFC) ermöglicht eine kontaktlose Datenübertragung mit einem Abstand weniger Zentimeter. Neue Mobiltelefon-Generationen werden generell mit dieser Technologie ausgerüstet sein.
Bei Touch&Travel werden alle Bahnsteige und Haltestellen mit so genannten Touchpoints ausgerüstet: An diesen An- bzw. Abmeldepunkten checkt der Fahrgast per Tastendruck mit seinem Handy kontaktlos ein und nach Erreichen seines Reiseziels wieder aus. Die gefahrene Strecke und der Fahrpreis werden automatisch errechnet und der registrierte Nutzer erhält monatlich eine Rechnung.