Netzbetreiber wollen höhere Gebühren - Tarife könnten stagnieren

Die Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland wollen höhere Terminierungsentgelte (Gebühren für die Weiterleitung von Telefonaten aus anderen Netzen) auf den Weg bringen. Damit könnten die fallenden Mobilfunkpreise erst einmal gebremst werden.

Frau mit Handy© oneinchpunch / Fotolia.com
17.10.2007, 18:51 Uhr

Neue Terminierungsentgelte müssten von der Bundesnetzagentur festgelegt werden, bis Ende November soll darüber entschieden werden.
Satte Aufschläge
Nach Medienberichten fordern die einzelnen Anbieter folgende höhere Gebühren (Angaben in Cent pro Minute):
T-Mobile: 10,92 statt 8,78
Vodafone: für vier Monate 9,58 anschließend für ein Jahr 8,97 statt 8,78
E-Plus: 12,4 statt 9,94
O2: 19,63 statt 9,94
Auswirkungen auf die Kunden
Ob die Bundesnetzagentur den Vorschlägen der Anbieter zustimmt darf bezweifelt werden. Schließlich hatte die Bonner Behörde erst vergangenes Jahr in den Mobilfunkmarkt eingegriffen um die Gebühren zu senken, nachdem eine freiwillige Einigung im Sande verlaufen war.
Erhöhte Terminierungsentgelte würden letztendlich den Kunden treffen, die beständig fallenden Preise für Handytarife könnten damit vorerst gestoppt werden.