Notruf 112: Das Handy als Lebensretter

Vor 40 Jahren wurde der nationale Notruf 112 beschlossen. Heute, nach 40 Jahren, gehen allein im Vodafone-Netz jährlich 1,2 Millionen echte Notrufe ein. Im Notfall hilft jedes Handy, das eine SIM-Karte enthält. Die Notruftaste oder das Eintippen der 112 verbindet immer direkt mit der nächsten Rettungsleitstelle.

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21.09.2013, 15:16 Uhr

Diese kann den Unglücksort schnell ermitteln: Beim Notruf wird die Funkzelle mitgemeldet. Auch beim Notruf aus dem Festnetz lässt sich der Standort ermitteln.
"Der Notruf hat immer höchste Priorität. Ist unser Netz etwa bei Massenveranstaltungen tatsächlich einmal ausgelastet und jemand ruft die 110 oder die 112 an, so wird sofort ein Platz in der Leitung freigeräumt. Diese Vorrangschaltung ist notwendig, um keine Zeit zu verlieren", sagt Rolf Reinema, Leiter der Unternehmenssicherheit bei Vodafone.
  Das Handy als Lebensretter - das sollten Sie wissen
Ein Notruf lässt sich bei jedem Handy mit aktiver SIM-Karte absetzen - auch ohne Gesprächsguthaben oder aktiver PIN-Sperre. Befindet sich der Nutzer außerhalb des Versorgungsgebiets seines Anbieters, erfolgt der Notruf automatisch über ein anderes Mobilfunknetz.
Für Smartphone-Nutzer kann im Notfall nicht nur ein Anruf an die 112 lebensrettend sein, sondern auch eine App: In der Applikation "Echo 112" wird beispielsweise ein SOS-Button gedrückt. Die App erkennt die Unglücksstelle, wählt die richtige Rettungszentrale aus, ruft sie an und übermittelt den genauen Einsatzort für die Hilfskräfte.
Bei einem schweren Unfall ist die schnelle Information an die Rettungsdienste überlebenswichtig. Europaweit ist daher ein elektronisches Emergency-Call-System in Vorbereitung. Bei einem schweren Aufprall eines Fahrzeuges sendet eine SIM-Karte demnächst automatisch einen Notruf einschließlich Standortdaten.