Nur jeder Dritte macht bewusste Handy-Pausen

Nur die wenigsten nehmen Auszeiten von Handy und Internet. Jeweils zwei Drittel der Internet- und Handy-Nutzer machen nie oder fast nie bewusste Kommunikations-Pausen. So legen 67 Prozent der Deutschen mit Webzugang keine Internetfreien Tage ein. Nur 13 Prozent tun dies häufig, weitere 18 Prozent gelegentlich.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
10.12.2010, 14:00 Uhr

Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom ergeben. Ähnlich sieht es beim Mobilfunk aus: Eine große Mehrheit drückt nie oder fast nie den Aus-Knopf. Tagsüber bleiben 67 Prozent permanent auf Empfang. Lediglich 18 Prozent schalten am Tage häufig ab, weitere 14 Prozent gelegentlich.
Das Handy - Hilfe oder Belastung?
Mehr als die Hälfte der Deutschen kann sich ein Leben ohne Internet und Handy nicht mehr vorstellen, ergab eine weitere Umfrage des Verbandes. "Ob ständige Erreichbarkeit als Hilfe oder Belastung empfunden wird, hängt nicht nur von der Einstellung der Geräte, sondern ebenso von der persönlichen Einstellung und der Inanspruchnahme durch Arbeitgeber, Kunden und Geschäftspartner ab", so Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. "An sich ist das Abschalten nicht schwer, aber viele befürchten, etwas zu verpassen." Diese Sorge sei oft unbegründet. "Handys sorgen mit einer standardmäßigen Voicebox dafür, dass Informationen nicht verloren gehen." 
Hier einige Tipps für den Umgang mit dem Handy:
1. Mit der Mailbox verpassen sie nichts. Aktivieren Sie den Anrufbeantworter und sprechen Sie eine persönliche Begrüßung auf.
2. Schalten Sie das Handy zwischendurch aus oder versetzen Sie es in den "Flug-Modus", wenn vorhanden. Diese Funktion nützt nicht nur im Flieger, sondern auch bei wichtigen Besprechungen oder im Kino, wo auch der Vibrationsalarm oder ein blinkendes Display stören. Dabei werden alle Funkverbindungen getrennt: Anrufe, SMS und E-Mails können nicht eingehen. Das Wiedereinschalten ist in wenigen Sekunden möglich, da es nicht notwendig ist, das Gerät komplett neu zu starten.
3. Rufumleitungen helfen, wenn Sie nicht gestört werden wollen, aber einen dringenden Anruf erwarten. Dann können der Partner, Familienmitglieder oder Kollegen Anrufe annehmen und Sie für wirklich dringende Gespräche ans Telefon holen.
4. SMS müssen nicht sofort beantwortet werden. Bis zu 24 Stunden sind okay, wenn nichts Dringendes anliegt. Meist lassen sich mehrere SMS-Ordner im Handy anlegen – das schafft Übersicht.
5. Nutzen Sie die "Push"-Funktion, bei der E-Mails immer sofort auf das Handy übertragen werden, nur, wenn Sie es wirklich brauchen. Wenn nicht: Rufen Sie Mails manuell ab, so bestimmen Sie den Zeitpunkt selbst.
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