o2: Berufung bei Urteil zu Datenautomatik

Wer viel mit dem Handy im Internet surft kann schon mal sein schnelles Datenvolumen ausschöpfen. Danach ist man dann nur noch langsam unterwegs, es sei denn der Tarif beinhaltet eine Daten-Automatik: Diese bucht automatisch schnelles Volumen nach. Das kostet aber jedes Mal extra.

o2© Telefónica
29.02.2016, 11:13 Uhr

Der Kunde hat zwar bei Abschluss seines Tarifs diese Vergehensweise grundsätzlich mit den Tarifdetails akzeptiert, wird dann aber nicht mehr gefragt, ob er im jeweiligen Fall Datenvolumen nachbuchen möchte oder stattdessen für eine Weile langsamer surfen will.
Diese so genannte Datenautomatik ist Bestandteil vieler Handytarife unterschiedlicher Anbieter. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte den Mobilfunk-Anbieter o2 (und inzwischen auch den Anbieter Vodafone) verklagt und Recht bekommen: Das Landgericht München entschied, dass diese Praxis für Kunden nicht wirklich gut zu erkennen und zu durchschauen sei.
Das Unternehmen Telefonica, zu dem die Marke o2 gehört, ist hier anderer Ansicht: Man habe an verschiedenen Stellen darauf hingewiesen und wolle an dieser Vorgehensweise festhalten. o2 legte gegenüber handytarife.de zudem Wert darauf festzustellen, dass die Daten-Automatik Bestandteil der Hauptleistung des gewählten Tarifs sei und keine davon unabhängige Zusatzleistung. Darüber hinaus vertritt das Unternehmen die Ansicht, dass für die Kunden der Mechanismus zur Datenautomatik transparent sei.
Übrigens: Kunden können laut o2 die Datenvolumen-Erweiterung auch deaktivieren lassen. Dies sei möglich per Anruf beim Kundenservice, im Shop, über Live-Chat oder schriftlich.
Jetzt wird Telefonica per Berufung in die nächste Instanz gehen. Über die weiteren Ergebnisse des Verfahrens werden wir hier natürlich berichten.