o2 testet Mobilfunk der vierten Generation

Der o2-Mutterkonzern Telefonica stellt derzeit die Weichen für die Erprobungsphase des UMTS-Nachfolgers Long Term Evolution (LTE) in Deutschland. Mittelfristig sollen mit der neuen Mobilfunk-Technik Übertragungsraten von bis zu 340 Mbit/s erreicht und so neue Breitbanddienste möglich werden.

o2© Telefónica
21.10.2009, 17:00 Uhr

Die von Telefonica ausgewählten Anbieter Alcatel-Lucent, Ericsson, Huawei, NEC, Nokia Siemens Network und ZTE werden in den nächsten Monaten die erforderlichen Anlagen für die Testverfahren bereitstellen. Telefonica will so praktische Erfahrungen mit dem Verhalten der Technologie im Einsatz gewinnen. Das über sechs Monate angelegte Projekt steht auch anderen Anbietern offen und umfasst Feldversuche sowie die Installation von E-Node-B-Stationen.
Auf Basis dieses und anderer Tests will Telefonica seine Strategie für die mobilen Netzwerke der vierten Generation (4G) entwickeln. Dabei werden die technologischen Anforderungen und der erforderliche Zeitrahmen für die Markteinführung und das Marketing definiert. LTE wurde unter Verwendung der aktuellen 3G-Technologien entwickelt und von internationalen Standardisierungsgremien (3GPP) normiert.
Vielfache Geschwindigkeit
Unter idealen Bedingungen sollen mit der neuen Technik bei o2 später Geschwindigkeiten von bis zu 340 Mbit/s erreicht werden. Nützlich ist dies vor allem beim Versand von großen Datenmengen und Bildern oder bei Videokonferenzen. Während eines in Madrid durchgeführten Testlaufs wurden mit LTE bereits Geschwindigkeiten von 140 Mbit/s erreicht, was der der zehnfachen Leistung des UMTS-Turbos HSPA entspricht.