Pokémon Go: Gefahr durch Ablenkung bei Handy-Spiel

Mit der massenhaften Verbreitung von Smartphones in den vergangenen Jahren haben Verkehrsunfälle durch Ablenkung spürbar zugenommen. Das neue Handyspiel "Pokemon Go" wird nach Ansicht des Automobilclubs ADAC die Gefahren durch Ablenkung für Autofahrer wie auch für Fußgänger zusätzlich verschärfen.

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14.07.2016, 11:42 Uhr

In dem Handyspiel Pokeman Go geht man in der realen Welt auf Pokémon-Jagd. Virtuelle Inhalte werden dabei über die Kamera und den Bildschirm des Smartphones mit der Realität vermischt (Augmented Reality). Überall können sich die kleinen Monster verstecken, der Spieler muss sich bewegen, um eins ausfindig zu machen und zu fangen. Über den GPS-Sensor des Smartphones registriert dabei das Spiel wo sich der Spieler befindet. Wer ein Pokémon erwischen will, muss somit dauerhaft auf sein Handy blicken - und verliert dabei nur allzu leicht den Blick für seine Umgebung.
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Nach Ansicht des ADAC können durch "Pokémon Go" gefährliche Situationen im Straßenverkehr entstehen. Beispielsweise könnten sich Spieler durch plötzlich auf der anderen Straßenseite auftauchende Monster dazu animiert fühlen, ohne auf den Verkehr zu achten, über die Straße zu laufen. Dies gilt in besonderem Maße für Kinder. Sie sind oft noch nicht in der Lage, gefährliche Situationen zu erkennen und einzuordnen. Der ADAC empfiehlt Eltern, das Spiel mit ihren Kindern gemeinsam auszuprobieren und auf Gefahren hinzuweisen.
Gefährliche Zwischenfälle in den USA
Doch nicht nur Kinder sind gefährdet: In den USA, wo "Pokémon Go" schon seit einiger Zeit gespielt wird, kam es inzwischen zu brisanten Zwischenfällen. So wendeten Autofahrer auf der Autobahn, um eines der Monster habhaft zu werden, andere blieben mitten auf Landstraßen stehen, weil plötzlich ein Pokemon auf dem Armaturenbrett auftauchte. Motorradfahrer wurden von der Polizei gestoppt, weil sie ihre Handys bei laufendem Spiel auf den Lenker montiert hatten.
Pokemon Go kostet viel Akku
Übrigens: Die virtuelle Pokémon-Jagd benötigt so viel Energie und Datenvolumen wie kaum eine andere App, wie uns jetzt E.ON mitteilte. kein Wunder, muss doch die Pokémon-Welt ständig mit frischem 3D-Kartenmaterial neu berechnet und der Standort ständig per GPS-Signal geortet werden. Ungefähr eine zusätzliche komplette Akkuladung verbraucht das Spiel durchschnittlich innerhalb von zwei Stunden“, so das Energie-Unternehmen.