Postbank setzt verstärkt auf mobileTAN

Die Postbank will Online-Banking für ihre rund vier Millionen Kunden noch sicherer machen. Als besonders unbedenkliches Verfahren im Online-Banking gilt dabei die mobile TAN. Aus diesem Grund können Postbank Kunden ab 5. Mai Online-Überweisungen ab einem Betrag von 1.000 Euro nur noch mit einer mobileTAN freigeben.

Frau mit Smartphone© kaboompics / Pixabay.com
06.05.2010, 12:00 Uhr

Sicher, zu jeder Zeit an jedem Ort - mit mobilen Transaktionsnummern - den so genannten mobileTAN - können Kunden bequem von unterwegs oder von zu Hause aus überweisen. Ab einem Betrag von 1.000 Euro sollen Online-Überweisungen für Postbank-Kunden dann künftig nur noch per mobile TAN möglich sein.
Sicherheit hat Priorität
„An erster Stelle steht die Sicherheit von Bankgeschäften im Internet. Und die mobileTAN gehört auch Experten zufolge zu den sichersten Verfahren im Online-Banking. Deshalb gehen wir für unsere Kunden mit der mobileTAN ab 1.000 Euro einen Schritt weiter zu mehr Sicherheit für unsere Kunden.“ so René Zühlke, Leiter des Bereichs Online-Security in der Abteilung eFinance der Postbank. Die iTAN- Listen bekommt man als Postbank Kunde trotzdem weiterhin zugeschickt – diese gelten für Überweisungsbeträge bis 1.000 Euro.
Für das TAN-Verfahren per Handy muss übrigens keine spezielle Software auf dem Mobiltelefon installiert werden, es reicht die gewohnte SMS-Funktion. Die mobileTAN funktioniert nach demselben Prinzip: Der Inhalt der Kurzmitteilung - Kontonummer, Empfänger und Betrag - werden auf ihre Richtigkeit überprüft. Die übermittelte mobileTAN wird anschließend am Computer eingegeben. Egal ob Handyvertrag oder Prepaid-Karte - Hauptsache der Kunde hat einen deutschen Provider. Der SMS-Service für die mobileTAN ist für Postbank Kunden kostenlos.
Wie sicher ist Online-Banking per Handy?
"Ohne Zugangsdaten zum Online-Banking, also ohne Kontonummer und PIN, kommt kein Fremder an Ihr Konto. Diese Daten übermitteln wir auch niemals. Demzufolge ist auch ein geklautes oder verlorenes Handy mit einer gespeicherten mobileTAN für den Dieb oder Finder nichts wert. Erstens ist die TAN nur für einen kurzen Zeitraum gültig und zweitens findet sie nur für einen bestimmten Auftrag Verwendung“ versichert Zühlke.
Genauso wenig entstünden Probleme, wenn das Handy mal kein Netz hat oder die Verbindung plötzlich abbricht: Wenn der Betrag unter 1.000 Euro liegt, hat der Kunde die Möglichkeit, zunächst die iTAN zu nutzen. Für den Fall, dass der Akku leer ist oder das falsche Handy eingepackt wurde, kann der Kunde auch vorsorglich bis zu fünf Handynummern im Online-Banking hinterlegen. Abhängig von der Transaktion kann der Kunde jederzeit neu entscheiden, welches Handy die mobileTAN erhalten soll.