Rückversicherer stuft Mobilfunkstrahlung als Risiko ein

Man sieht sie, hört sie, spürt sie in der Regel nicht: Elektromagnetische Felder. Wahrscheinlich ein Grund, warum Menschen sich keine Gedanken machen, ob von ihnen Gefahr ausgeht. Nun ordnet einer der weltgrößten Rückversicherer, die Swiss-RE, den Mobilfunk in die höchste Risikostufe ein. Panikmache oder ernst zu nehmende Gefahr?

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
02.07.2014, 14:07 Uhr

Unter dem Titel "Unvorhersehbare Folgen elektromagnetischer Felder" warnt die Rückversicherungsgesellschaft ihre Kunden vor Risiken, die ihnen Mobiltelefone und Sendeanlagen bescheren könnte. Die Swiss-RE, bei der sich normale Versicherungs-Gesellschaften rückversichern können, unterscheidet in ihrem Heft Swiss-Re-SONAR vom Juni 2013 bei neu auftauchenden Risiken zwischen potentiell niedrigen, potentiell mittleren und potentiell hohen Risiken. Elektromagnetische Felder, die von Sendeanlagen und Mobiltelefonen ausgehen, werden nun unter den potentiell höchsten Risiken eingereiht.
  Experten-Interview: Ist Handy-Strahlung gefährlich?
Studien nur schwer durchzuführen
Bereits 2011 hat die Weltgesundheitsorganisation die extrem niederfrequenten magnetischen Felder und die hochfrequenten elektromagnetischen Felder, wie sie Mobiltelefone ausstrahlen, als "möglicherweise krebserregend" eingestuft. Studien sind jedoch nur schwer durchzuführen: Längsschnittstudien und Trendstudien seien laut der Swiss-RE aufgrund der relativ kurzen Zeit der Verbreitung der drahtlosen Technologie inkonsistent.
  Strahlung bei Mobiltelefonen - Was ist der SAR-Wert bei Handys?