Schnee und Kälte: Das Handy winterfest machen

Ob Frost oder Schnee - die kalte Jahreszeit macht nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch elektronischen Alltagshelfern wie Handys, Smartphones, Tablets und ähnlichen Geräten. Klirrende Kälte, Schnee und Nässe setzen ihnen zu und können im schlimmsten Fall teure Reparaturen oder einen Neukauf nötig machen.

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15.12.2012, 08:00 Uhr

Christian Meyer vom Mobilfunk-Anbieter Vodafone erklärt uns, wie man sein Mobiltelefon winterfest macht und sicher durch die frostigen Tage bringt. Damit man für seine Liebsten erreichbar ist, seine sozialen Kontakte per SMS, Telefon Facebook & Co. pflegen kann, auch unterwegs über alle wichtigen Ereignisse informiert ist und im Notfall schnell Hilfe herbeirufen kann.
 So halten Akkus von Handy und Smartphone länger
Vor allem die niedrigen Temperaturen können Handys, Smartphones und Tablets beeinträchtigen. Die Akkulaufzeit nimmt drastisch ab - Standby- und Gesprächszeit sinken deutlich. Auch lassen sich die Displays bei Kälte nur noch schwer bedienen. Feuchtigkeit ist ebenfalls nicht gut für das Gerät: Beim Telefonieren im Schnee kann Nässe ins Innere eindringen. Gefahr geht auch von abrupten Temperaturwechseln aus. Im Gerät kann sich Kondenswasser bilden und Schäden an der Elektronik anrichten.
Wichtige Tipps: So schützen Sie Ihr Handy
• Setzen Sie Ihr Handy nicht längere Zeit ungeschützt der Kälte aus, lassen Sie es nicht im parkenden Auto liegen. In der Innentasche von Jacke oder Mantel bleiben Akku, Display und Elektronik am besten vor Frost und Nässe geschützt. Alternativ sind auch Handtaschen oder Rucksäcke geeignet - falls sie warm und wasserdicht sind. Beim Skifahren oder Rodeln empfiehlt sich zudem eine wasserdichte und stoßfeste Hülle.
Extra Tipp: Mit einem passenden Headset und einer automatischen Rufannahme können Sie das Telefon in der Tasche stecken lassen und müssen es nicht für jeden Anruf umständlich aus der Winterkleidung hervorholen.
 Memory-Effekt, Ladung & Co. - wie ein Handy Akku funktioniert
• Elektronische Geräte mögen keine starken Wechsel von Wärme und Kälte. Dann kann sich in ihrem Inneren Kondenswasser bilden - wie es im Winter an Wohnungsfenstern zu beobachten ist. Kehren Sie mit einem ausgekühlten Handy in die warme Wohnung oder Skihütte ein, dann geben Sie ihm idealerweise eine halbe Stunde Zeit, sich langsam an die Plusgrade zu gewöhnen. Im Zweifel empfiehlt es sich, das Gerät abzuschalten und erst wieder in Betrieb zu nehmen, wenn es komplett durchgewärmt ist. Extra-Tipp: Es ist keine gute Idee, diesen Vorgang beschleunigen zu wollen, indem Sie das Gerät beispielsweise auf einen Heizkörper legen oder mit einem Föhn erhitzen. Das schadet mehr als es nutzt, weil viele elektronische Komponenten sehr empfindlich auf plötzliche Temperaturschwankungen reagieren.
• Auch mit dem Akku-Aufladen sollten Sie warten, bis sich das Mobiltelefon an die Raumtemperatur angepasst hat. Wärmen Sie Ihr Handy erst einmal langsam auf Zimmertemperatur auf.
• Im Winter tragen die meisten Menschen Handschuhe - dass erschwert die Benutzung von Smartphones. Denn die Touchscreen-Bildschirme lassen sich mit herkömmlichen Handschuhen nicht bedienen. Der Grund: Die Touchscreens reagieren nicht etwa auf Druck, sondern auf die Veränderungen eines schwachen elektrischen Feldes an ihrer Oberfläche. Diese werden aber nur von elektrisch leitenden Dingen ausgelöst. Finger gehören dazu, Textilfasern jedoch nicht. Für Abhilfe sorgen Spezialhandschuhe, in deren Fingerkuppen leitfähige Fasern eingewoben sind.
• Sollte das Telefon trotz aller Vorsichtsmaßnahmen richtig nass geworden sein oder Kondensation zeigen, gilt als Grundregel: Strom aus! Entfernen Sie den Akku und setzen Sie das Gerät mit geöffnetem Batteriefach der normalen Zimmertemperatur aus. Handys mit fest verbautem Akku - wie das iPhone - sind allerdings schwer selbst zu trocknen, da sie nicht zu öffnen sind. Hier gilt: Smartphone nicht ans Stromnetz nehmen, im warmen Zimmer langsam trocknen und … hoffen. Oft hilft dann aber nur der Reparaturservice.