Sicherheits-Tipps für Smartphones

Twittern, simsen, surfen, mailen, telefonieren - rund um die Uhr, an jedem Ort, mit nur einem Gerät: Smartphones liegen im Trend. Mittlerweile besitzt fast jeder dritte Deutsche einen solchen Mini-Computer. Denn: Günstige Handytarife und flexible Flatrates machen die Nutzung für die meisten Mobilfunk-Kunden erschwinglich.

Handytarife vergleichen© Viktor Hanacek / picjumbo.com
05.01.2013, 07:00 Uhr

"Allerdings ist den wenigsten bewusst, dass für die handlichen Alleskönner ähnliche Sicherheitsmaßnahmen ratsam sind, wie für den heimischen Computer", sagt Stephan Heininger, Leiter Marketing des Telekommunikationsanbieters congstar.
Immer mehr Speicherplatz und Funktionen führen zu mehr vertraulichen Daten auf den mobilen Geräten - Grund genug, den "Computer für die Hosentasche" durch einfache Maßnahmen zu schützen:
1. Regelmäßige Updates der Betriebs-Software durchführen
Eine neue Version des Betriebssystems bringt nicht nur neue Funktionen - mit den meist kostenlosen Firmware-Updates werden in der Regel auch Fehler behoben und Sicherheitslücken geschlossen. Sicherheitshalber sollte vor dem Aufspielen des Updates eine Kopie des bestehenden Systems gespeichert werden und währenddessen das Smartphone an den Strom angeschlossen sein, damit die Aktualisierung nicht unterbrochen wird.
 Wichtige Tipps: Datensicherheit beim Smartphone
2. Sicherheitsbewusst handeln
Hacker und Betrüger, denen es um das Ausspähen persönlicher und geheimer Daten geht oder darum, kostenintensive Anwendungen zu platzieren, haben Smartphones zunehmend im Visier. Sobald sich Viren und Trojaner auf dem Smartphone befinden, ist es nicht mehr geschützt: Infizierte Mobiltelefone sind wie offene Bücher für Angreifer und Hacker, denen es dann möglich ist, Daten, Passwörter und Kontakte des Nutzers einzusehen, sie auf Kosten des Eigentümers zu nutzen oder Telefonate mitzuschneiden. Daher gilt: Vor dem Öffnen von Mails und insbesondere vor dem Beantworten (auch von SMS) die Vertrauenswürdigkeit des Absenders überprüfen.
3. Sicherheitssoftware nutzen
Beim Sicherheits-Check von congstar gaben 42 % der Teilnehmer an, eine Sicherheitssoftware aufgespielt zu haben - aktiv genutzt wird diese allerdings nur von jedem Fünften. Im Hinblick darauf, dass zwei Drittel der Teilnehmer die Bedrohung durch Schadsoftware als hoch oder mittel einstufen, ist dies erstaunlich wenig.
Sicherheitssoftware besteht meist aus unterschiedlichen Bausteinen: Viren kommen per Mail, via Download oder schleusen sich durch andere Sicherheitslücken wie Netzwerke ein. Schutz vor Viren bietet hier - wie beim Computer - der Virenschutz. Die Firewall schützt den Datenverkehr zwischen Smartphone und Internetverbindung; der Spam-Filter vor unerwünschten Mails. Auch die Datensicherung wird bei manchen Sicherheitssoftwares mit berücksichtigt, damit wichtige Daten nicht verloren gehen und im Fall der Fälle alles neu aufgespielt werden kann.
Geringer Aufwand, großer Effekt: Sicherheitssoftware, die vor Viren, Trojanern und sonstigen Eindringlingen schützt, gibt es im Internet zahlreich und zu überschaubaren Kosten. Wie vor jedem Download einer App ist auch hier Vorsicht geboten, um unseriösen Anbietern nicht ins Netz zu gehen.
4. Vorsichtiger Umgang mit Bluetooth & WLAN
Auch Schnittstellen bieten Angriffspotenzial - zumindest dann, wenn sie offen sind. "Wer keine Handy Daten Flatrates nutzt, greift öfter auf WLAN zurück", stellt Stephan Heininger fest und empfiehlt, WLAN-Dienste nur von seriösen Anbietern zu nutzen und vor allen Dingen das Smartphone nicht automatisch nach offenen WLAN-Netzen suchen zu lassen, in die es sich dann unkontrolliert einwählt.
Ähnliches gilt für die Bluetooth-Schnittstelle: Das eigene Gerät sollte nicht dauerhaft in Bluetooth-Netzen "sichtbar" und zudem passwortgeschützt sein.