Smartphone-Boom lässt SMS-Umsätze einbrechen

Trotz Rekordzahlen beim Versand von Handy-Kurznachrichten per SMS sinken die Umsätze der Netzbetreiber in vielen Ländern dramatisch. Zwar wurden in Deutschland nach Bitkom-Schätzungen 2011 mit rund 46 Milliarden Handy-Kurznachrichten elf Prozent mehr SMS verschickt als noch im Jahr zuvor, die Umsätze aber sinken.

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22.01.2012, 09:00 Uhr

Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet. Demnach gehen laut dem kürzlich vorgestellten "International Communications Market Report" der britischen Regulierungsbehörde Ofcom die mit dem SMS-Versand verbundenen Umsätze deutlich zurück: Während Mobilfunk-Anbieter in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss monatlich im Durchschnitt noch 5,15 Euro umgesetzt haben, ist dieser Wert bis 2010 auf 1,90 Euro gefallen - also um rund 60 Prozent. Auch in Spanien, den Niederlanden, Italien und Großbritannien sanken laut dem Ofcom-Bericht die SMS-Umsätze je Anschluss.
Hauptursache für diese Entwicklung ist die wachsende Verbreitung von Smartphones. So können Nutzer bei immer mehr Modellen Software-Angebote wie "WhatsApp" installieren und damit via Datenfunkverbindung Kurzmitteilungen oder Fotos zu einem Bruchteil der sonst anfallenden SMS-Kosten versenden. Experten rechnen damit, dass die immer günstigeren Smartphone-Preise zum schleichenden Ende der SMS führen werden.