Smartphones: Garantie, Gewährleistung, Versicherung

Viele Besitzer von Smartphones sind beruflich oder privat mittlerweile auf die Geräte angewiesen und wollen sich gegen Verlust oder Schadensfall absichern. Aber was genau meinen eigentlich die Begriffe Gewährleistung, Garantie und Geräteversicherung und wo liegen die Unterschiede?

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14.02.2012, 12:51 Uhr

Obwohl Gerätehersteller, wie beispielsweise Apple für das iPhone, teilweise Preise über 800 Euro für solche Handys aufrufen, war beinahe jedes zweite Mobiltelefon, das 2011 über die Ladentheke ging, ein Smartphone. Der Stellenwert von Smartphones wächst in Deutschland so rasant wie der Absatz der Geräte. European Warranty Partners erklärt, in welchen Fällen Garantie, Gewährleistung und Geräteversicherung greifen. Um im Schadensfall vorbereitet zu sein, hilft die Gegenüberstellung von Bedingungen und Leistungen.
 Die häufigsten Handy-Schäden - und welche Smartphones besonders stabil sind
Gewährleistung
Händler sind gesetzlich verpflichtet, einwandfreie Ware zu liefern. Sie haften bei Neugeräten 24 Monate lang für Mängel, die bereits beim Verkauf bestanden (Material-, Produktions- und Konstruktionsfehler). Schäden, die danach entstehen, sind von der Gewährleistung ausgeschlossen.
Käufer sollten einen Schaden in den ersten sechs Monaten melden, denn nur dann muss der Händler belegen, dass der Schaden nicht unter die Gewährleistung fällt. Danach liegt die Beweislast beim Smartphone-Besitzer. Dies kostet oft Zeit und Nerven - und kann teuer werden, wenn Gutachten ins Spiel kommen.
Garantie
Eine Garantie ist ein freiwilliger Service des Herstellers, der von der Leistung seines Produktes überzeugt ist. In vielen Fällen muss die Garantie beim Hersteller per Onlineregistrierung aktiviert werden und ist an Bedingungen geknüpft. Häufig erlischt die Garantie und damit der Anspruch auf ein Ersatzgerät oder eine Reparatur auch bei Alltagsschäden oder vermeintlich unsachgemäßer Nutzung. Zum Problem für Besitzer, die ihr Smartphone zeitnah benötigen, kann auch die lange Wartezeit bei der Gerät-Einsendung an den Hersteller werden.
Geräteversicherung
Grundsätzlich ist Fahrlässigkeit oder ein Alltagsschaden weder Garantie- noch Gewährleistungsfall und kann nur bei Versicherungen geltend gemacht werden. Dies gilt zum Beispiel für Sturz- und Fall-, sowie Feuchtigkeitsschäden, die nach einer Untersuchung von EWP 2011 zu den häufigsten Schäden gehörten. Daher lohnt sich für manche Smartphone-Inhaber unter Umständen eine Geräteversicherung, die über Garantie- und Gewährleistung hinausgeht. Ein Vergleich verschiedener Angebote hilft dabei weiter.