Smartphones: Mehr Viren und Trojaner sorgen für Gefahr

Mobile Geräte werden immer beliebter, doch deren Besitzer unterschätzen die damit verbundenen Gefahren. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Umfrage von Kaspersky Lab in Zusammenarbeit mit B2B International. Demnach wissen 28 Prozent der Befragten nur wenig oder gar nichts über mobile Schadsoftware.

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03.03.2015, 14:40 Uhr

Weitere 26 Prozent kennen die Gefahren, ignorieren sie aber weitgehend. Eine Unkenntnis, die Cyberkriminellen in die Hände spielt. Kaspersky Lab zeigt, auf welche schädlichen Funktionen Anwender von Smartphones und Tablets aktuell besonders achtgeben sollten.
Bei den von Kaspersky befragten Teilnehmern ist lediglich auf 63 Prozent der Android-Tablets und auf 58 Prozent der Android-basierten Smartphones ein Virenschutz installiert. Daneben sind unter den Befragten 31 Prozent der Smartphones sowie 41 Prozent der Tablets nicht einmal passwortgeschützt.
Passwörter leicht abzugreifen
Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass sich auf den mobilen Geräten genau die Daten wiederfinden, die bei Cyberkriminelle besonders beliebt sind: So enthält fast jedes fünfte ungeschützte Android-Smartphone (18 Prozent) PINs und Passwörter für Online-Banking. Auf 24 Prozent der Geräte findet man außerdem Passwörter für den Zugang zu Sozialen Netzwerken, für persönliche oder dienstliche E-Mail-Accounts, den Zugang zu VPNs, und ähnliche sicherheitsrelevante Informationen. Auf fast jedem zweiten Smartphone ohne Zugriffsschutz (49 Prozent) sind persönliche E-Mails gespeichert, fast jedes Fünfte (18 Prozent) enthält dienstliche E-Mails und auf jedem zehnten Gerät befinden sich weitere Informationen, von denen der Besitzer lieber nicht möchte, dass sie jedem zugänglich sind.
Die derzeit größten Gefahren mobiler Malware
Mobile Schädlinge werden immer raffinierter und somit gefährlicher. Doch was genau können mobile Schädlinge anrichten, wenn sie sich auf einem Smartphone oder Tablet eingenistet haben? Die Experten von Kaspersky haben sich die im vergangenen Jahr aufgetauchten Schadprogramme im mobilen Bereich genauer angesehen und nach deren Hauptfunktion wie folgt kategorisiert:
1. SMS-Versand an Premiumnummern (25 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
2. Aggressive Werbeanzeigen (18 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
3. Potenziell gefährliche Software (15 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
4. Fernsteuerung des infizierten Geräts (13 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
5. Diebstahl von Anwenderdaten (5 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
6. Diebstahl von Bankkonten (4 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
7. Download von Schadsoftware (4 Prozent der mobilen Schädlinge in 2014)
Sicherheitslösungen wie z.B. Kaspersky Internet Security for Android bieten Schutz vor bekannten wie unbekannten Cybergefahren. Die Software schützt nicht nur vor Schadsoftware und Phishing, sondern enthält auch eine Diebstahlsicherung und hilft, die Privatsphäre zu bewahren. Dabei werden weder die Leistung des Geräts noch die Laufzeit des Akkus merklich beeinträchtigt.