Smartphones sind Stress für die Augen

44 Millionen Deutsche besitzen ein Smartphone. Sie nutzen es zum Surfen im Internet, als Nachrichtenmedium, als Musikquelle oder Spielkonsole. Als Wecker holt es sie morgens in den Tag, als „soziales Bindemittel“ geleitet es sie abends zuweilen bis ins Bett. Für die Sehgewohnheiten bedeutet dies eine riesige Umstellung.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
12.08.2015, 12:28 Uhr

Beim natürlichen Sehen sind die Augen permanent in Bewegung, stellen sich auf verschiedene Lichtverhältnisse ein, wechseln den Fokus von Fern auf Nah und zurück. Dagegen ist das Sehen am Display geprägt von minimalen Blicksprüngen, unnatürlichem Licht, einer konstanten Entfernung. Vor allem letzteres bedeutet für die Augen eine Dauerbelastung: sie müssen akkommodieren, also die optische Brechkraft ihrer Linsen erhöhen, und konvergieren, also die Augen zur Nasenspitze hin nach innen stellen, um das Display zu fixieren. Speziell beim Smartphone ist das Schwerstarbeit, denn es wird von den meisten Menschen noch näher gehalten als beispielsweise ein Buch. Darauf weist jetzt der Zentralverband der Augenoptiker hin.
Schmerzen durch Anstrengung der Augen
Aus dieser Beanspruchung der Augen können Beschwerden entstehen, die von Experten unter dem Begriff Computer Vision Syndrome zusammengefasst werden. Hierunter fallen unter anderem trockene Augen, unscharfe Sicht, Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen. Menschen, die nach intensiver Nutzung des Smartphones derartige Beschwerden entwickeln, sollten einen Augenoptiker aufsuchen. Er kann den visuellen Status bestimmen und gegebenenfalls eine Fehlsichtigkeit ermitteln, die das Ablesen des Smartphones zusätzlich erschwert. (Foto: ZVA)