SMS-Info: Kostenfalle oder Service?

Die Bild-Zeitung berichtet über „SMS-Abzocke“ bei Anrufinfos zu nicht erreichbaren Teilnehmern. Diese Funktion ist nicht neu, sondern seit langem Praxis. Trotzdem sei erneut darauf hingewiesen: Hier müssen Sie unter Umständen Geld bezahlen, obwohl gar kein Gespräch zustande kam.

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24.09.2007, 16:46 Uhr

Das ist Ihnen sicher auch schon passiert: Sie rufen jemanden auf dem Handy an und hören folgende Ansage: „Der Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar, wird aber per SMS über ihren Anruf informiert“ oder auch „Wenn Sie eine Rückrufbitte per SMS hinterlassen wollen...“. Aber war Ihnen bekannt, dass Sie (und nicht etwa der von Ihnen vergeblich Angerufene) Geld für diesen Service bezahlen?
Kostenlos nur bei E-Plus
Außer bei E-Plus ist dieser Service bei allen anderen Anbietern (T-Mobile, Vodafone, o2) kostenpflichtig. Dagegen wäre auch gar nichts zu sagen, wenn der Anrufer entscheiden könnte, ob er für den erfolglos Angerufenen eine entsprechende SMS-Benachrichtigung wünscht. Aber danach wird der Kunde nicht gefragt, er hört lediglich oben beschriebene Ansage (ohne Nennung der genauen Kosten) und die Kurzmitteilung wird versendet.
Wie teuer ist dieser Service? Es werden Ihnen die normalen Gebühren berechnet, als wenn Sie Ihren Gesprächspartner erreicht hätten, d.h. je nach Ihrem persönlichen Handytarif kann dies Kosten bis zu knapp 80 Cent (bspw. bei einem alten Prepaid-Tarif) bedeuten.
Kostenfalle kaum zu umgehen
Da Sie nicht wissen, ob derjenige, den Sie gerade anrufen, eine SMS-Benachrichtigungsfunktion aktiviert hat, können Sie wenig dagegen tun in die Kostenfalle zu tappen. Wenn Sie Ihre Rufnummer unterdrücken kann die SMS-Info auf jeden Fall nicht aktiv werden und Sie zahlen nichts.
Verbraucherzentralen empfehlen, Rechnungsposten aufaddieren und das Geld zurückfordern, jedoch dürfte sich dieser Aufwand für einige Cent bzw. maximal wenige Euro kaum lohnen.
Eigene Info-Funktion abschalten
Wer die SMS-Benachrichtigung für verpasste Anrufe abschalten möchte, der wendet sich am besten direkt an die Hotline seines Anbieters, bei T-Mobile und o2 ist eine Deaktivierung sogar nur dort möglich.