Social-Media kann zu Cyber-Depression führen

Viele Menschen nutzen Soziale Netzwerke, um Kontakte zu pflegen und Erlebnisse mit Freunden zu teilen. Doch die Realität sieht oft anders aus: Facebook, Instagram und Co. lösen Cyber-Depression, -Neid und -Stress aus. Schlechte Gefühle und sogar Angst vor sozialer Isolation sind keine Seltenheit mehr.

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15.01.2017, 18:33 Uhr

So behauptet ein Viertel der Befragten aus Deutschland (27,3 Prozent), dass sie sich wegen ihrer Social-Media-Nutzung schon einmal niedergeschlagen fühlten und dass sie (27,1 Prozent) neidisch darauf sind, wenn ihre Freunde mehr Likes bekommen als sie selbst.
Dies berichtet jetzt eine aktuelle Studie von Kaspersky Lab.
Ein Grund: Auf der Jagd nach ‚Gefällt mir‘-Klicks und sozialer Anerkennung sehen sich viele Nutzer unter Druck. Die Folge: Bleiben Like-Erfolge aus, führt das schnell zu Frustration und damit zum schlampigen Umgang mit persönlichen Informationen.
Social Media als Stimmungskiller
Schlechte Gefühle (27,3 Prozent), Like-Neid (27,1 Prozent) und Angst vor sozialer Isolation sind an der Tagesordnung. So belastet es 55,7 Prozent der Befragten in Deutschland, wenn Freundschaften in Sozialen Netzwerken gekündigt werden. Kritische Kommentare zu eigenen Posts bringen die Hälfte (52 Prozent) in eine schlechte Stimmung.
Führen Freunde ein scheinbar besseres Leben als man selbst, kann sich knapp die Hälfte (48 Prozent) daran nicht miterfreuen. Und mangelnde Likes auf eigene Posts machen 45,8 Prozent zu schaffen. Zudem beschleicht 73,8 Prozent beim Stöbern durch eigene Posts aus der Vergangenheit manchmal das Gefühl, das frühere Leben sei scheinbar besser gewesen als heute.