Sprachsteuerung bei Handys noch ausbaufähig

Wer heute per Smartphone SMS versenden oder aktuelle Wetterinfos abrufen will, kann das auch über die eingebaute Spracherkennung erledigen - vorausgesetzt, das Handy versteht die Befehle. Ein Test der Zeitschrift Computer Bild zeigt, was die drei Sprachsteuerungen Siri, S-Voice und Windows Phone 8 im Alltag leisten und wo es hapert.

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28.01.2013, 15:03 Uhr

Den Test-Sieg holte sich dem Magazin zufolge Siri von Apple (Testergebnis: 2,94). Das Programm kommt mit Hintergrund-Geräuschen besser klar als seine Konkurrenten. Es erkennt in lauter Umgebung 85 Prozent der Wörter, bei leiser Umgebung sogar 90 Prozent. Zudem versteht Siri Umschreibungen: So reagiert die Sprachsteuerung auf die Frage "Kann ich heute einen Schneemann bauen?" richtig, indem sie den Wetterbericht abruft. SMS diktieren und senden klappt gut. Mit fremdsprachigen Begriffen und Telefonbuchkontakten hat Siri jedoch Schwierigkeiten.
 Test: Sprachsteuerung bei Smartphones (mit Video)
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Samsungs S-Voice (Testergebnis: 3,50) erkennt Standardbefehle wie alle Kandidaten recht ordentlich, etwa zum Anrufen und Diktieren von SMS. Die Spracherkennung ist bei leiser Umgebung mit 95 Prozent spitze, bei lauter Umgebung jedoch deutlich schlechter als mit Siri - dann erkennt S-Voice nur magere 50 Prozent der Wörter.
Windows Phone 8 von Microsoft belegt abgeschlagen den letzten Platz (Testergebnis: 4,70). Zwar liest es als einziges Programm SMS ohne Tastendruck vor, doch wie S-Voice erkennt auch Windows Phone 8 keine Umschreibungen und greift lediglich auf Schlüsselwörter zurück. Versteht es eine Frage nicht, schlägt es sofort die Suche im Internet vor. Sowohl das Verständnis bei leiser als auch bei lauter Umgebung sind mit 45 beziehungsweise 30 Prozent schlecht. Insgesamt ist der Funktionsumfang der Sprachsteuerung deutlich eingeschränkter als bei Samsung und Apple.
Fazit: Alle getesteten Spracherkennungen sind gegenwärtig noch nicht alltagstauglich: Die Sprachsteuerungen lassen sich innerhalb vieler Apps nicht nutzen. Und bis auf wenige Befehle funktioniert die Erkennung bei allen drei Testkandidaten nur mit Internetverbindung.