Statistik: Mehr Handys am Steuer genutzt

Seit Januar 2004 kann die Handynutzung am Lenkrad mit 40 Euro und einem Punkt sanktioniert werden. Seitdem steigt die Zahl der Verstöße jährlich. Betrachtet man die Fallzahlen der eingetragenen Verstöße für die Jahre 2005 bis 2011 lässt sich feststellen, dass die Eintragungen bis auf einen leichten Rückgang in 2009 stetig zunehmen.

mobiles Internet Handy© zphoto83 / Fotolia.com
29.04.2012, 13:00 Uhr

Es lassen sich auch geschlechtsspezifische Entwicklungen erkennen: Der Anteil männlicher Täter sank von 77 Prozent im Jahr 2005 auf 73 Prozent im Jahr 2011. Parallel dazu nahm der Anteil an erfassten Verstößen von Frauen zu.
 Ratgeber Headsets für Smartphone und Handy
Betrachtet man die Altersverteilung wird deutlich, dass die meisten Verstöße von Personen im Alter von 35 bis 44 Jahren begangen werden, gefolgt von den 25- bis 34-jährigen und den 45- bis 54-jährigen. Bei den älteren Personengruppen zeichnet sich mittlerweile auch eine Veränderung ab. Bei den Personen im Alter von 55 bis 64 hat sich die Zahl der geahndeten Verstöße seit 2005 verdoppelt. Nicht zuletzt durch diese Zahlen wird deutlich, dass das Handy nicht mehr nur ein Statussymbol für junge Leute darstellt, sondern vielmehr ein Alltagsgegenstand in allen Altersgruppen geworden ist.
Stellt man die Zahl der geahndeten Handyverstöße den allgemeinen Bevölkerungszahlen gegenüber, lässt sich der Anteil an Personen ermitteln, die mit dem Handy im Straßenverkehr auffällig wurden. Es zeigt sich, dass 2011 insgesamt etwa 6,4 Promille aller Personen im Alter ab 14 Jahren mit dem Handy im Straßenverkehr auffällig wurden. Den Verstößen wurden die Personen im Alter ab 14 Jahren gegenübergestellt, da mit 14 Jahren die Strafmündigkeit beginnt und andernfalls die Inhaber einer Mofaprüfbescheinigung und der Fahrerlaubnisklassen A1, M, L, S und T ganz oder teilweise unberücksichtigt blieben.
 Wichtiges Handy-Zubehör: Alles über Freisprech-Einrichtung & Co.
Betrachtet man diesen Anteil differenziert nach Bundesländern, wird ersichtlich, dass in Nordrhein-Westfalen relativ zur Bevölkerungszahl die meisten Handyverstöße - 11,1 pro 1.000 Einwohner - geahndet wurden. Darauf folgt Bayern mit 7,5 Promille. In Sachsen-Anhalt wird mit 1,9 gemeldeten Verstößen auf 1.000 Einwohner der niedrigste Anteil verzeichnet.
(Quelle: Jahresbericht 2011 Kraftfahrt-Bundesamt)