stern-Studie: Nokia und Siemens am beliebtesten; Flatrates gefragt

Rund drei Viertel der deutschen Gesamtbevölkerung besitzen mittlerweile ein Handy. Mehr als 12 Millionen Bundesbürger planen innerhalb des nächsten Jahres den Kauf eines neuen Mobiltelefons. Das ergibt die neueste stern-Studie TrendProfile zum Thema Mobilfunk, für die 2.000 Personen im Alter ab 14 Jahren auf repräsentativer Basis befragt wurden.  

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02.06.2006, 17:08 Uhr

Bei Beliebtheit und Bekanntheitsgrad der Handy-Marken liegen Nokia und Siemens mit Abstand vor den anderen Anbietern. Doch der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Marken Motorola, Sony Ericsson und Samsung aufholen: Motorola etwa konnte seine Bekanntheit von 60 auf 65 Prozent steigern, Sony Ericsson von 58 auf 60 Prozent. Ein Handy der Marke Samsung käme mittlerweile für jeden zehnten Deutschen in Frage.
Wesentliche Kriterien bei der Bewertung von Handys sind für jeweils 83 Prozent der Handy- Nutzer eine verständliche Menüführung und eine bequem zu bedienende Tastatur. Das Design hingegen ist nur für 35 Prozent ein sehr wichtiges Bewertungskriterium.
Beliebte Features auf dem Handy sind die integrierte Digitalkamera, eine MP3-Player-Funktion und Spiele. Was diese Features betrifft, ist die Altersgruppe 14 bis 19 Jahre besonders aktiv: Jeweils um die 40 Prozent der 14- bis 19-jährigen nutzen bereits Spiele auf dem Handy-Display und die Kamera-Funktion, 22 Prozent nutzen den integrierten MP3-Player.
Knapp 10 Millionen Handy-Nutzer planen in den nächsten 6 Monaten, ihren Netzanbieter zu wechseln. Großes Potenzial haben gemäß der stern-Befragung so genannte Flatrate-Angebote: Jeder vierte Deutsche könnte sich vorstellen, eine Flatrate zu nutzen oder nutzt bereits eine. Die Mehrheit der Mobiltelefonierer verzichtet lieber darauf, regelmäßig ein neues Handy-Modell vom Netzanbieter zu erhalten, wenn dafür die monatliche Rechnung günstiger ausfällt.
Interessante Hinweise ergeben neue Abfragen, etwa zu Konvergenzgebieten wie Festnetz- Telefonie oder DSL-Nutzung. Jeder fünfte Deutsche gibt zum Beispiel an, auf sein Festnetz- Telefon unter Umständen zu verzichten, wenn er zu Hause kostengünstig sein Handy nutzen könnte.