Studie: Smartphones nach einem Jahr schon veraltet

Eine neue Studie zeigt, dass selbst Top-Smartphones schon nach einem Jahr nicht mehr up-to-date sind. Die Innovationszyklen bei modernen Handys werden immer kürzer. Die Prozessorleistungen haben sich allein 2014 gegenüber der Vorjahresgeneration um durchschnittlich ein Viertel gesteigert, im Vergleich zu 2012 sogar mehr als verdoppelt.

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09.12.2014, 07:39 Uhr

Ähnliche Sprünge gab es beim Arbeitsspeicher, der Displayauflösung und den eingebauten Kameras, berichtet die Studie des Mobilfunk-Discounters congstar.
Waren die neuesten Generationen von Smartphones früher noch deutlich länger als ein Jahr aktuell, stellen die führenden Endgeräte-Hersteller inzwischen mindestens im Jahresrhythmus neue Spitzenmodelle mit deutlich gestiegener Leistung vor. Das merken vor allem anspruchsvolle Smartphone-Nutzer: Ein neues Gerät, das zur Markteinführung noch die Maßstäbe setzte, wird schon nach kurzer Zeit links und rechts von den nächsten Smartphone-Neuheiten überholt. Das macht sich nicht nur beim "look and feel" bemerkbar, sondern auch beim Alltagseinsatz. Denn neue Apps und Updates bei Betriebssystemen sind oft darauf ausgelegt, alle Möglichkeiten der allerneuesten Smartphone-Generation auszureizen. Im Umkehrschluss bringen sie aber selbst relativ junge Geräte spürbar an ihre Leistungsgrenzen.
Quantensprünge in immer kürzeren Abständen
"Zwischen den Gerätegenerationen vollziehen sich in den letzten Jahren zunehmend technologische Quantensprünge - und das in immer kürzeren Abständen", erklärt Stefan Heininger von congstar. Die Prozessorleistungen der Top-Smartphones haben sich allein 2014 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich ein Viertel gesteigert, im Vergleich zu 2012 mehr als verdoppelt. Ähnliche Sprünge gab es bei Arbeitsspeicher, Displayauflösung und den Kameras. Dies sind die Ergebnisse einer Marktuntersuchung im Herbst 2014, bei der congstar die Leistungsdaten der Topmodelle von fünf marktführenden Endgeräteherstellern mit ihren jeweiligen Vorgängermodellen verglichen hat. Die Ergebnisse zeigen eine rasante Entwicklungsgeschwindigkeit - schon ein zwei Jahre altes Smartphone aus der damaligen Spitzenklasse ist den heutigen Topgeräten in jeder Hinsicht klar unterlegen. Reaktionszeiten und Arbeitsgeschwindigkeit lassen dann erfahrungsgemäß zu wünschen übrig.
Rasante Entwicklung setzt sich fort
Dass diese Entwicklung keine zufällige Momentaufnahme ist, zeigt der Rückblick auf die Smartphone-Neuheiten vergangener Jahre, die ihre jeweiligen Vorgänger ebenfalls um Längen abgehängt haben. Insgesamt ist beispielsweise die durchschnittliche Prozessorleistung im Zeitraum von 2010 bis 2014 auf das Achtfache gestiegen, Arbeitsspeicher und Pixelanzahl des Displays haben sich mehr als vervierfacht und auch die eingebauten Kameras bringen inzwischen mehr als die doppelte Auflösung als noch zu Beginn des Jahrzehnts. Ein Ende dieser Entwicklung ist - da sind sich die Experten sicher - nicht absehbar. Hinzu kommen immer neue Übertragungstechnologien und Anwendungen, die auf älteren Geräten nicht lauffähig sind. Near Field Communication (NFC) für kontaktlose Gerätekopplung und Bezahlfunktionen sowie Fingerabdrucksensoren für bequemen Zugriffschutz sind die Markenzeichen der neuesten Gerätegeneration. Für die nächsten Geräte stehen weitere Innovationen in den Startlöchern - Smart Home, Digital Drivestyle und Mobile Health sind nur einige der Trends von morgen.
Der Anbieter congstar hat übrigens für alle, die nicht mehr so lange auf ein neues Mobiltelefon warten wollen, die so genannte Handytausch Option für fünf Euro im Monat im Programm: Damit gibt es bereits nach einem Jahr wieder ein neues Gerät.