Test: Alte Top-Modelle vor aktuellen Einsteiger-Handys

Wer ein neues Smartphone kaufen und nicht allzu tief in die Tasche greifen will, wird ab etwa 200 Euro fündig. Dafür gibt es ein günstiges Einsteiger-Gerät - aber auch ein rund zwei Jahre altes Spitzenmodell zum Ausverkaufspreis. In welches Gerät sich die Investition eher lohnt, hat die Zeitschrift Computerbild getestet.

Chatten© nenetus / Fotolia.com
09.03.2012, 16:37 Uhr

Dabei wurden jeweils vier Neuheiten ab 160 Euro gegen frühere Spitzenreiter ins Duell geschickt. Im großen Vergleichstest standen sich alte und neue Samsung Galaxy-, Samsung Wave-, HTC Android- und Windows-Handys gegenüber.
 Smartphone Bestenliste: Top Handys im Vergleich
Geht es nach dem Tempo, bleiben die neuen, günstigen Einsteiger-Geräte zurück: Sie enthalten oft relativ langsame Prozessoren ab 600 Mhz. Damit starten Apps deutlich langsamer, der Touchscreen reagiert verzögert. Demgegenüber arbeiten in vielen Spitzenmodellen von vor zwei Jahren schon recht flotte 1-GHz-Prozessoren. Wichtig ist auch das Betriebssystem des Handys: Ein Auslaufmodell sollte fit sein für die aktuelle Version. So eignet sich etwa das ältere LG Optimus 7 auch fürs aktuelle Windows Phone 7.5 und die älteren Android-Handys lassen sich auf Android 2.3 aktualisieren.
Beim Speicherplatz liegen ebenfalls die früheren Top-Modelle vorne. So kommt das ältere Spitzenmodell Galaxy S ab Werk gleich mit acht Gigabyte (GB) Speicherplatz während bis auf das Nokia Lumia 710 alle neuen Geräte im Test maximal zwei GB Speicher an Bord haben - zu wenig für Fotos, Musik und Videos. Wer mehr Platz braucht, muss sich eine zusätzliche MicroSD-Speicherkarte kaufen. Keine großen Unterschiede offenbarten sich dagegen bei den eingebauten Kameras. Die Einsteiger-Geräte im Test schießen keine besseren Fotos als die älteren Smartphones, wirklich gute Bilder macht keines.
 Übersicht: Gute Billig-Handys
Unter dem Strich setzten sich im Handy-Test die rund zwei Jahre alten Spitzenmodelle durch: Sie sind zwar in zwei Fällen teurer als die neuen Einsteigergeräte, gewannen jedoch drei von vier Duellen. Der vergleichsweise niedrige Aufpreis macht sich bezahlt - zumal, wenn man die bei Auslaufmodellen teils starken Preisschwankungen über einige Tage beobachtet und erst beim richtigen Schnäppchenpreis zuschlägt. Nur in einem Vergleich hatte eine Neuheit die Nase vorn: Das HTC Wildfire S schlug das frühere Top-Modell HTC Desire.