"Tippen tötet" - Kampagne gegen Handy am Steuer

Autofahren und zwischendurch auf das Handy schauen, vielleicht nicht telefonieren, aber Tippen geht schon... Diese Einstellung haben immer mehr Autofahrer und bringen damit sich und andere in Lebensgefahr. Bis zu 50% der Straßenverkehrs-Teilnehmer geben zu, während der Fahrt gelegentlich das Handy zu nutzen, 20 Prozent sollen dabei tippen.

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24.05.2014, 17:08 Uhr

Jetzt wurde daher in Hannover die landesweite Verkehrssicherheits-Kampagne "Tippen tötet" gestartet. Staatssekretärin Daniela Behrens, Staatssekretärin des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, sagte dazu: "Wer bei einem Tempo von 50 km/h fünf Sekunden lang auf das Handy schaut, legt in dieser Zeit 70 Meter zurück. Mit so einem "Blindflug" gefährdet man sich und andere."
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Dieses Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung wird übrigens mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Wer beim Tippen mehrfach erwischt wird, dem droht sogar ein Fahrverbot. Bei einem Unfall kann zudem - verschuldet oder unverschuldet - auch grobe Fahrlässigkeit angenommen werden, mit entsprechenden Kürzungen beim Schadenausgleich.
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"Ich war durch mein klingelndes Handy kurz abgelenkt" oder "Ich wollte nur kurz mein Smartphone aus der Hosentasche ziehen" sind Aussagen, die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nach schweren Verkehrsunfällen von Beteiligten schon gehört haben. Auch die Tatsache, dass ein Smartphone einer oder eines tödlich Verunglückten noch aktuell in Facebook angemeldet und kürzlich bedient worden war, ist mittlerweile nicht mehr unvorstellbar.