Unitymedia: WifiSpots auch im Ausland nutzen

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren hat die Mobilfunknutzung im Ausland deutlich günstiger gemacht. Doch gerade im Ausland, wo nicht im heimischen WLAN gesurft wird, kann das Datenaufkommen höher ausfallen. Unitymedia-Kunden können nun von einer Hotspot-Flat im Ausland profitieren- doch es gibt einen Haken.

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19.07.2017, 09:20 Uhr

Seit 13. Juli dürfen Kunden von Unitymedia mit einem der seit April 2013 gültigen Internet-Tarife in Europa sich an fast acht Millionen WLAN-Hotspots einloggen und mobil im Internet surfen. Damit kann das Datenvolumen im Ausland geschont werden, indem insbesondere Anwendungen mit hohem Datenaufkommen, wie App-Updates, YouTube-Videos oder Streaming in den Mediatheken der deutschen TV-Sender über ein drahtloses Netzwerk des Mutterkonzerns von Unitymedia „Liberty Global“ ausgeführt werden. Die kostenlose Nutzung ist in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Irland, Ungarn, Polen, Tschechien, Rumänien und der Slowakei möglich.

Die Anmeldung an den WLAN-Zugangspunkten im Ausland erfolgt mit den Zugangsdaten, die zur Nutzung der Unitymedia WifiSpots verwendet werden. Dazu loggt man sich zur Aktivierung einmalig in das Online-Kundencenter ein und wählt unter „Meine Produkte“ den Navigationspunkt „Internet“ aus. Dort legt man im Abschnitt „WifiSpot“ unter „Einstellungen und Optionen Internet“ ein Passwort fest. Danach können unter einem Login bis zu fünf Geräte gleichzeitig die WifiSpots nutzen.

 Offenes WLAN, Hotspot und Free-Wifi – Wie gefährlich sind sie?

Ist das Smartphone, Tablet oder der Laptop einmal innerhalb eines Landes an einem WLAN-Zuganspunkt angemeldet worden, werden die Geräte mit jedem WifiSpot automatisch verbunden. Dabei tragen die Unitymedia Hotspots in Deutschland die öffentliche Kennung „Unitymedia WifiSpot“. In Österreich, Ungarn, Polen Tschechien, Rumänien, der Schweiz und der Slowakei heißen sie „UPC Wi-Free“, in Belgien „TelenetWiFree“, in Irland „Horizon Wi-Free“ und in en Niederlanden kooperiert Liberty Global mit VodafoneZiggo, weswegen hier nach dem Netzwerknamen „Ziggo“ gesucht werden muss.

Dabei sollten Smartphone-Nutzer mit Mobilfunkverträgen bei der Deutschen Telekom und o2 darauf achten, dass „Wifi-Calling“ in ihrem Handy deaktiviert ist. Denn diese Gespräche werden so abgerechnet, als würde sich das Mobiltelefon in Deutschland befinden, sodass bei Telefonaten innerhalb des Urlaubslandes oder in ein anders Land als Deutschland die Roaming-Gebühren für Auslandgespräche anfallen und die EU-Regulierung nicht zum Tragen kommt.