Verbraucherzentrale will billigere SMS

Telekommunikations-Dienstleister wissen, wie man mit wenig Aufwand viel Geld verdient. Ihren Kunden ist jedoch gar nicht bewusst, dass Mobilfunkanbieter beispielsweise durch ihre SMS teilweise einen Gewinn von sage und schreibe Tausend Prozent machen. Doch nun melden sich die Verbraucherschützer zu Wort.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
10.08.2010, 12:36 Uhr

Viele Verbraucher sind sich nicht darüber im Klaren, dass SMS ursprünglich ein Abfallprodukt der Mobiltelefonie waren und anfangs kostenlos angeboten wurden. Die Datenmenge einer Kurzmitteilung ist mit ihren maximal 160 Zeichen äußerst gering. Wenn also ein Mobilfunkanbieter beispielsweise drei Euro pro Megabyte veranschlagt, dürfte eine SMS umgerechnet nur 0,0004 Cent kosten.
Absurde Preise
Für eine SMS in Deutschland werden zum Teil immer noch bis zu 19 Cent verlangt, obgleich die EU eine preisliche Höchstgrenze von 13 Cent für im Ausland vom Handy verschickte Kurzmitteilungen festgelegt hat. So kostet eine SMS Kurzmitteilung von England nach Deutschland mit 13 Cent weniger als so manche SMS, die innerhalb der Landesgrenzen verschickt wird.
Entsprechend empört ist der Verbraucherzentrale Bundesverband und appelliert nun an die Bundesnetzagentur, sich der Thematik schnellstmöglich anzunehmen. Es bleibt abzuwarten, ob und um wie viel die SMS-Kosten in Deutschland in Zukunft fallen werden. Die Verbraucher dürfte es freuen: SMS sind sehr beliebt, insbesondere bei jungen Leuten - allein im Jahr 2009 wurden in Deutschland rund 35 Milliarden SMS versandt.
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