Verkauf von Handy-Klingeltönen rückläufig

Musik auf dem Handy erfreut sich steigender Beliebtheit. Allerdings nur, wenn es sich um ganze Musikstücke handelt. Während der Umsatz in diesem Bereich im vergangenen Jahr um 53 Prozent zunahm, brach der Verkauf von Klingeltönen um 26 Prozent ein. Der Anfang vom Ende für Jamba und Co?

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
23.04.2008, 17:39 Uhr

Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM wurden 2007 in Deutschland insgesamt 5,2 Millionen Songs aufs Handy geladen. Im Schnitt kostete ein Lied 1,42 Euro und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Doch nicht nur die sinkenden Preise sieht die Studie als Ursache für den Boom an. Auch die zunehmende Verbreitung von UMTS sorgt dafür, dass immer mehr Nutzer sich in sekundenschnelle Lieder auf ihr Mobiltelefon laden können. Auch sonst wird die technische Ausstattung der Geräte immer besser: „Viele Handys haben heute einen großen Speicher für Dutzende, wenn nicht Hunderte Lieder“, erklärte Achim Berg von BITKOM.
Stirbt der Ring-Ding-Ding-Frosch aus?
Verlierer dieser Entwicklung sind die klassischen Klingeltöne. Davon wurden im vergangenen Jahr zwar 23,2 Millionen verkauft, aber das waren ein Viertel weniger als noch 2006. Darin sind auch Freizeichen- und Videoklingeltöne enthalten. Da sich bei den meisten Handys inzwischen auch komplette Lieder als Klingeltöne nutzen lassen greifen die Nutzer lieber darauf zurück als auf die oft nur unwesentlich günstigere Kurzfassung. Und dieser Trend wird sich nach Expertenmeinung fortsetzen. „Der Markt für Handy-Downloads von kompletten Songs wird weiter rasant wachsen“, erwartet Berg.