Verkehr: Finger weg von Navi, Tablet und Handy

Auto-, Motorrad- oder Fahrradfahrer fummeln unterwegs gerne an Navi, Tablet oder MP3-Player herum. "Das kann fatale Folgen haben", erklärt Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland. Die Nutzung der Geräte ist im Gegensatz zu Handy oder Smartphone zwar nicht ausdrücklich verboten, doch wer einen Unfall verursacht, handelt mitunter grob fahrlässig.

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01.07.2014, 10:55 Uhr

Das hat Konsequenzen: Die Versicherungen können den Vollkaskoschutz einschränken, bisweilen sogar komplett verweigern. "Je nach Schwere des Vergehens droht sogar eine Mitschuld und die Haftpflichtversicherung fordert Regress", betont der TÜV Rheinland-Spezialist.
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Mobiltelefon nicht anfassen
Mal schnell während der Fahrt mit dem Smartphone seine Mails oder SMS checken, kann ebenfalls teuer werden - auch wenn nichts passiert. Wird der Verkehrssünder von der Polizei erwischt, ist ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro fällig. Denn solange das Auto rollt oder der Motor im Stand läuft, gilt: Handy nicht anfassen. Auch wer lediglich mit dem Handy in der Hand herumspielt, ohne überhaupt aufs Display zu schauen, muss bei einer Kontrolle mit denselben Konsequenzen rechnen. In der Straßenverkehrsordnung, Paragraph 23, heißt es hierzu: "Der Fahrer dar ein Mobil- oder Autotelefons nicht benutzen, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält. Das gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgestellt ist."
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Konzentration auf Verkehrsgeschehen
Grundsätzlich sollten Autofahrer, Biker und Fahrradlenker sich stets voll auf den Straßenverkehr konzentrieren und die Finger von allen Geräten lassen. "Bei einem Crash spielt es im Endeffekt keine Rolle, ob der Unfall durch ein Handy, Navi oder das Bedienen von Radio oder Klimaanlage verursacht wurde", sagt TÜV Rheinland-Fachmann Sander.