Viele Frauen gestresst vom eigenen Handy

Für das Smartphone nehmen wir uns mehr Zeit als zum Schlafen oder für unsere Liebsten: 8 Stunden und 21 Minuten täglich verbringt ein Erwachsener heute durchschnittlich mit Posts, Apps, Messages & Co. Wir schalten nicht mehr aus, höchstens auf lautlos, legen das Handy selten weiter als zehn Meter weg und greifen alle 10 bis 18 Minuten danach.

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23.07.2015, 09:09 Uhr

Dies fanden Forscher der Uni Bonn heraus.
Fühlen sich Deutschlands Frauen vor diesem Hintergrund von ihrem Smartphone manchmal gestresst? Dies wollte die Zeitschrift Petra für den Report "Ist Analog das neue Bio?" wissen. Für das Magazin befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa 1043 Frauen zwischen 29 und 39 Jahren: "Ja, ich fühle mich manchmal vom Smartphone gestresst", sagten 27 Prozent der Befragten, mit Nein antworteten 64 Prozent (an 100 Prozent fehlende Angaben = "Ich weiß nicht" bzw. "Ich besitze kein Smartphone").
Fast jede dritte Frau ist also manchmal von ihrem Handy genervt - dazu passt, dass sich zurzeit ein Trend zum Offline-Sein formiert, berichtet Petra. Den sieht auch Buchautor Andre Wilkens ("Analog ist das neue Bio"). Seine These: 70 Prozent der digitalen Hilfen, die unser Leben leichter und den Alltag organisierter machen sollen, seien in Wahrheit ungesunde Zeitverschwendung.