Vodafone und Telefónica nehmen Kündigungspraxis zurück

Die Marktwächter des Verbraucherzentrale Bundesverbands haben Vodafone und die Telefónica erfolgreich abgemahnt. Die Telekommunikationsunternehmen hatten Kündigungen storniert, wenn die Rufnummernportierung zurückgezogen wurde oder scheiterte. Ein klarer Rechtsverstoß.

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16.11.2017, 08:50 Uhr

Das Recht die Rufnummer mitzunehmen gilt nicht nur für Mobilfunkkunden. Auch Festnetznummern können portiert werden. Vodafone aus Düsseldorf und die Telefónica aus München haben jedoch fälschlicherweise die Portierung und die Kündigung als einander bedingend interpretiert. Entfiel die Rufnummernmitnahme, weil der Kunde diese storniert hatte oder es Probleme bei der Übertragung gab, dann sollte auch die Kündigung nicht mehr gültig sein. Die Folge: der Vertrag lief einfach weiter und verursachte Kosten!

Rechtsunkenntnis der Verbraucher ausgenutzt

Beide Unternehmen haben nun gegenüber den Marktwächtern Digitale Welt eine Unterlassungserklärung abgegeben, weil die Rufnummernmitnahme von der Kündigung des Telefonvertrages rechtlich unabhängig ist. Zukünftig sollen Kunden mit Portierungsproblemen also nicht mehr im Glauben gelassen werden, ihre Vertragskündigung sei hinfällig.

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