Vor- und Nachteile von Handys für Kinder

Nicht nur Erwachsene sind heute überall mobil erreichbar. Mittlerweile besitzen auch über zwei Millionen Kinder zwischen 6 bis 13 Jahren ein eigenes Handy. Zwar ist es praktisch, dass Eltern im Bedarfsfall ihre Kinder schnell erreichen können, jedoch stellt ein Handy laut TÜV auch ein gewisses gesundheitliches und technisches Risiko dar.

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22.10.2009, 08:00 Uhr

"Es ist wichtig, dass Eltern sich vor dem Kauf über Vor- und Nachteile von Handys für Kinder informieren", betont Bernd Rippel von TÜV Rheinland LGA, der die Gebrauchseigenschaften und die Sicherheit von Mobiltelefonen prüft.
Bedienung vorher testen, kleine Displays meiden
Einfache Bedienbarkeit ist für Kinderhandys besonders wichtig. Daher am besten vor dem Kauf das Kind selbst die Menüführung testen lassen. Die Hauptfunktionen sollten mit dem Drücken von ein bis zwei Tasten erreichbar sein. Ungeeignet sind hingegen verschachtelte Menüs mit mehreren Unterkategorien. Auch sollten Eltern auf ein großes Display achten. Das schont die Augen des Kindes. "Zwei Zoll sind das Minimum. Benutzt das Kind das Handy auch als Spielekonsole, sollten es drei bis vier Zoll sein", rät der Fachmann.
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Kostenfalle Zusatzfunktionen
Als sinnvoll erweist sich zudem die Funktion der festen Tastenbelegung, mit der Kinder nur gespeicherte Nummern, etwa die der Eltern, wählen können. Darüber hinaus sollten gewisse Zusatzfunktionen wie WAP-Browser, MMS oder Bluetooth-Schnittstelle nicht vorhanden oder zumindest problemlos mit einem Code zu sperren sein. "So können Kinder nicht einfach im Internet surfen, teure Klingeltöne oder fragwürdige Handyclips herunterladen", erklärt Rippel. Besonders geeignet sind Prepaid-Handys, bei denen das Konto nicht überzogen werden kann.
Vorsicht vor Strahlung
Da Kinder sensibler auf Umwelteinflüsse reagieren als Erwachsene, ist ein vorsichtiger Umgang mit drahtloser Kommunikationstechnik ratsam. Um eine unnötige Strahlungsbelastung für den jungen Handynutzer zu vermeiden, sollten Dauertelefonate vermieden werden. Ein Kinderhandy muss außerdem einiges aushalten. Darum sollten Eltern auf ein stabiles Gerät achten und unterwegs schont eine "Handysocke" oder eine andere voll umschließende Schutzhülle das Gerät vor Kratzern und Wasserspritzern.
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Quelle: TÜV Rheinland