Was Dating-Apps mit Ihrem Smartphone machen

Fast täglich werden neue Dating Apps für schnelle Flirts oder die große Liebe auf den Markt geworfen. Die beim Download erteilten Zugriffsberechtigungen öffnen dabei des Öfteren Tür und Tor für Stalking-Angriffe, Schadsoftware und Phishing-Versuche. Das macht sich kaum ein Nutzer klar.

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01.05.2016, 08:04 Uhr

Denn: Bei der Installation werden den Apps teilweise sehr weitreichende Zugriffs-Berechtigungen gewährt, was manchmal nicht ohne Folgen bleibt. Die Experten vom Singleboersen-Vergleich haben 15 Dating-Apps für Android im deutschsprachigen Raum auf ihr Risikopotenzial analysiert, unter anderem Badoo, Tinder, Parship, ElitePartner, Friendscout24, Zoosk und Lovoo.
  Die wichtigsten Apps zur Passwort Sicherheit
Im Fokus standen dabei alle Zugriffsberechtigungen, die für die Nutzung einer App erteilt werden müssen. Darunter fallen In-App-Käufe, Standortfreigabe oder der Zugriff auf Fotos, Kontakte und Dateien.
Gefahren bei Dating Apps
Kaum ein Nutzer von Dating-Apps weiß, dass er sich beim Download in Punkto Sicherheit komplett "nackt macht", wie die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zeigen:
• 93 % der getesteten Dating-Apps können direkt auf Fotos und andere Dateien des Smartphones zugreifen.
• 86 % der Apps sammeln Standortdaten des Smartphones und können damit ein komplettes Bewegungsprofil des Nutzers erstellen, inklusive Wohnort, Arbeitgeber und Hobbies.
• 13 % der untersuchten Apps erlauben sich sogar den Zugriff auf die SMS-Kontakte und können so nicht nur Textnachrichten der Nutzer auslesen, sondern auch ohne deren Wissen versenden.
  Smartphones: Abzocke per Apps?
Ein denkbares Szenario wäre, dass unautorisierte SMS-Bestellungen über das eigene Smartphone vorgenommen werden – plötzlich hat man dann beispielsweise ein Jahresabonnement für irgendetwas abgeschlossen, das man nie haben wollte. Hier sollten Interessenten also zurückhaltend sein und genau abwägen, welche App sie wie weit auf ihr Handy lassen.