Weg mit dem Handy-Verbot in Schulen?

Die große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen greift in der Schulzeit regelmäßig zum Mobiltelefon. Fast drei Viertel der Eltern schulpflichtiger Kinder geben an, dass ihr Nachwuchs in der Schulzeit ein Handy oder Smartphone nutzt. Der Anteil ist in den weiterführenden Schulen wie Haupt- und Realschule sowie Gymnasium am größten.

mobiles Internet Handy© zphoto83 / Fotolia.com
30.11.2016, 15:30 Uhr

Aber auch 40 Prozent der Grundschuleltern berichten, dass ihre Kinder Mobiltelefone in der Schule nutzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter Eltern schulpflichtiger Kinder im Auftrag des Bitkom.
  Die besten Tarife für Kinder
Der Einsatz der Geräte ist in den meisten Fällen allerdings reglementiert. 18 Prozent der Eltern geben an, dass an der Schule ihres Kindes ein generelles Handyverbot herrscht – auch in den Pausen. 52 Prozent sagen, dass Mobiltelefone zumindest während des Unterrichts verboten sind. Lediglich 27 Prozent der Eltern berichten, dass es keine Verbote gibt.
Handys im Unterricht
„Handys und Smartphones in der Schule grundsätzlich zu verbieten ist der falsche Weg. Es muss darum gehen, digitale Technologien sinnvoll in den Unterricht zu integrieren, auch um den Schülern Digitalkompetenz zu vermitteln“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Lehrer müssen die neuen Technologien beherrschen und dafür in der Aus- und Weiterbildung intensiv vorbereitet werden“, sagt Rohleder.
  Handyvertrag für Jugendliche
Viele Eltern der von einem Handy-Verbot betroffenen Schüler sind damit auch nicht glücklich. Gut die Hälfte (51 Prozent) hält das für falsch und wünscht sich, dass Mobiltelefone erlaubt sind. Daher spricht sich Bitkom dafür aus, dass Schüler durch die Schulen mit Digitalgeräten ausgestattet werden.