Weniger iPhones – schwächelt Apple? Ein Kommentar

Ja und nein. Die Verkäufe des wichtigsten Apple Produkts, des iPhone Handys, sind erstmals seit vielen Jahren rückläufig. Ein Gewinneinbruch von mehr als 20 Prozent ist happig und wurde auch von Experten nicht unbedingt so erwartet. Aber: Der Konzern verdient immer noch Milliarden, seine Reserve ist höher als der Staatshaushalt von Schweden.

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27.04.2016, 16:28 Uhr

Erstmals sind die iPhone Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig, und zwar um 16 Prozent. Dies hatte einen Umsatzrückgang zur Folge – den ersten seit 2003, der Gewinn schrumpfte ebenfalls, nämlich um 22 Prozent.
Unter dem Strich blieben aber immer noch 10,5 Milliarden Dollar Gewinn – noch ist es also Jammern auf hohem Niveau, zumal die Geldreserven des Konzerns bei sagenhaften 232 Milliarden Dollar liegen (tatsächlich eine Zahl mit neun Nullen…) – das ist mehr als der schwedische Staatshaushalt, dessen Ausgaben bei etwa 221 Milliarden Dollar liegen.
Alles gut also?
Jein. Das iPhone ist und bleibt existentiell für Apple, und hier sind leider keine Revolutionen in Sicht, mit jeder neuen Version gibt es bestenfalls Revolutiönchen, und inzwischen nicht einmal mehr das. Andere Produkte, von denen man sich viel erwartet hatte, können bislang nicht zünden, siehe die Apple Watch.
Aber: Apple Jünger sind treu, sie werden in großen Teilen dem Unternehmen aus Cupertino auch weiterhin die Stange halten. Und Apple hat genug Geld in der Kriegskasse, um zu investieren - in neue Produkte, Services oder in andere Firmen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Situation heute in einem Jahr darstellt.