Wiko mit drei neuen Smartphones beim MWC

Der französische Handy-Hersteller Wiko war mit gleich drei neuen Smartphones auf der größten Mobilfunkmesse in Barcelona vertreten. Die in verschiedenen Farben angekündigten Mobiltelefone verfügen alle über LTE. Wir haben die neuen Smartphones ein erstes Mal in die Hand genommen und dabei eine kleine Überraschung erlebt.

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05.03.2015, 17:14 Uhr

Das Wiko Rainbow und das Highway 4G haben bereits unseren Test-Parcours durchlaufen. Nun stellte der Newcomer aus Frankreich das Ridge 4G, Highway Star und Highway Pure vor. Alle drei LTE-Smartphones konnten bei einem ersten Hands-On am Messestand mit einer ansprechenden Haptik überzeugen. Dabei setzen die Franzosen nun auch auf eine neue Benutzeroberfläche, die sich nicht nur durch runde Icons von der Masse abhebt, sondern auch durch den Verzicht auf einen App-Drawer. Das heißt es gibt kein Menü mehr, da die Apps auf den Startbildschirmen abgelegt werden. Damit rückt die Bedienung näher an das Konzept von Apple.

Wiko Highway Star – Mit zweitem Blitz

Das Wiko Highway Star ist ein Dual-SIM-Smartphone mit einer cleveren Lösung für den zweiten SIM-Karten-Schacht, die Huawei bereits einsetzt – allerdings nicht in Deutschland – einsetzt. Dabei handelt es sich im einen Hybrid-Slot, der wahlweise eine Nano-SIM- oder eine Micro-SD-Karte beherbergen kann. So bleibt es dem Nutzer überlassen, ob er die 16 Gigabyte internen Speicher um bis zu 64 Gigabyte erweitert oder einen zweiten Mobilfunk-Tarif nutzt. Für wen das sinnvoll sein kann, lesen sie in unserem Ratgeber.

Das 5 Zoll HD-Display liegt hinter Corning Gorilla Glas 3. Die Highlights sollen allerdings die Kameras des Highway Star sein. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 16 Megapixeln und die Frontkamera mit sage und schreibe 13 Megapixeln auf. Dabei kann auch vorne eine Foto-LED zur besseren Ausleuchtung eingesetzt werden, sodass es kaum noch einen Unterschied machen sollte, welche Linse man nun zum Knipsen wählt.  Das Betriebssystem Android 4.4.4 wird von einem 1,5 Gigahertz Octacore-Prozessor mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher angetrieben. Für um die 300 Euro wird das Smartphone in schwarz, silber, gold und türkis in den Handel kommen.

Wiko Highway Pure – Fast wie ein Crêpe

Mit nur 5,1 Millimetern ist das Wiko Highway Pure wirklich sehr flach und mit seinen 98 Gramm auch angenehm leicht. So ein schmales Handy ist ein Hingucker, bedeutet aber auch im Vergleich zum Highway Star ein paar Kompromisse. Im Pure findet nur eine Nano-SIM- und keine Micro-SD-Karte Platz. Der Speicher ist damit auf die interne Kapazität von 16 Gigabyte begrenzt. Das 4,8 Zoll HD-Display und die Rückseite werden von Corning Gorilla Glas 3 geschützt. Zum Einsatz kommt auch hier Android 4.4.4 mit der neuen Benutzeroberfläche. Angetrieben wird es von einem Quadcore-Prozessor und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Etwas abspecken mussten auch die Kameras, um in die flache Bauform hineinzupassen. Die vordere Linse schießt Selfies mit maximal 5 Megapixeln und die Kamera auf der Rückseite löst mit 8 Megapixeln auf. Dafür hat man durch den Verzicht auf eine höhere Auflösung die hervorstehenden Linsen, die zum Beispiel das Apple iPhone 6 und auch das neue Samsung Galaxy S6 haben, vermeiden können. Beim Preis soll sich das Highway Pure unter dem Highway Star ansiedeln und wird in den Farben Weiß, Silber-Schwarz, Champagner-Schwarz und Türkis verkauft.

Wiko Ridge 4G – Die Überraschung

Wie im Highway Pure ist auch im Ridge 4G der Qualcomm Snapdragon 410 Prozessor mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zu finden, wobei hier nun Platz für zwei SIM-Karten ist und zwar nach dem Hybrid-Prinzip, das wir eben beim Highway Star kennengelernt haben. So lassen sich die 16 Gigabyte interner Speicher um bis zu 64 Gigabyte erweitern. Der 5 Zoll HD-Bildschirm liegt unter Corning Gorilla Glas 3, genauso wie die 5 Megapixel Frontkamera für Selfies und Videotelefonie.

Die Rückseite beherbergt nicht nur die 13 Megapixel Kamera, sondern hier fühlt man auch die Überraschung, die bei den dunklen Modellen zum Einsatz kommt. Wiko experimentiert mit einem neuen Material, das unsere Redaktion bisher noch nicht gesehen und gefühlt hat. Wiko nennt seine es „Sandstein“. So ist die Rückseite mit einem ganz dünnen Stoff beschichtet, der sich wie Textil anfasst und das Smartphone sehr griffig macht. Die weiße Ausführung hat diese besondere Haptik nicht, aber die schwarzen Varianten, deren Rahmen sich wahlweise in grau, türkis oder orange absetzten. Ab März ist das Ridge 4G für 229 Euro im Handel erhältlich.

Jérôme Lefèvre / Redaktion handytarife.de