Alternative Verwertung: Handys recyceln und trotzdem Geld verdienen

Nicht alle Handys sind noch so viel Wert, dass sich der Aufwand eines Verkaufs über eBay oder Amazon wirklich lohnt. Hier springen spezialisierte Anbieter in die Bresche, die für Handys fast jeden Alters noch einen mehr oder weniger großen Betrag bieten. Welche der möglichen Alternativen vom Wiederverkäufer bis zum Wiederverwerter die Beste ist, entscheidet neben dem Zustand des Handys auch das noch vorhandene Zubebör.

Handytarife im Vergleich© blackzheep / Fotolia.com
21.07.2008, 14:10 Uhr

Eine unkomplizierte Trennung bei nicht allzu alten Mobilfunkgeräten versprechen Ankäufer wie z.B. wirkaufens.de: Auf der Webseite kann das eigene Handy aus der Liste ausgewählt werden und mit ein paar zusätzlichen Angaben zum Zustand und dem vorhandenen Zubehör wird ein Angebot errechnet. Passt einem der Preis, werden noch die persönlichen Daten sowie Bankverbindung oder Paypal-Konto abgefragt. Informationen zum kostenfreien Versand folgen via E-Mail.
 

Auch hinter Clevertronic verbirgt sich ein Unternehmen, das sich auf den An- und Verkauf von neuen und gebrauchten Handys, Tablets und Smartwatches spezialisiert hat. Vergleichen Sie die Angebote unter den verschiedenen Händlern. Sollte dieser mal nicht zufrieden mit der eingeschickten Ware sein, dann macht er ein neues Angebot oder schickt das Mobiltelefon an Sie zurück. 


Ebenso ist reBuy.de ist ein solcher Ankäufer. Dieses Portale und wirkaufens.de bieten mittlerweile auch Apps, um z.B. den Barcode abzuscannen und so schnell und unkompliziert ein Angebot für das alte Handy zu bekommen. Streitereien mit nicht zahlenden Kunden oder über angeblich verschwiegene Schönheitsfehler lassen sich über den Web-Zwischenhändler umgehen. 


Grüne Lösung
Geht es alleine um das Recycling alter Handys, die hierzulande kaum noch einen privaten Käufer finden, dann ist in vielen Geschäften die Entsorgung möglich. Seit 2005 sind die Hersteller durch das Elektro- und Elektrogerätegesetz verpflichtet, sich an den Kosten des Recyclings zu beteiligen. Alle Händler mit einer Verkaufsfläche von 400 m² und mehr (dazu können auch Online-Händler gehören) sind verpflichtet, Elektro-Altgeräten unentgeltlich zurück zu nehmen, wenn ein gleichwertiges Elektro- und Elektronikgerät verkauft wird. Kleinstgeräte, deren Abmessungen maximal 25 cm betragen (also auch Handys), sind unabhängig vom Verkauf eines entsprechenden Neugeräts zurückzunehmen.
Umweltschutz mit dem Handy: Öko-Handys und Co.
 

Schrotthandys für den guten Zweck
Mobiltelefone, die zu alt oder beschädigt sind, werden demontiert, um wertvolle Rohstoffe daraus zu extrahieren, die wiederverwendet werden können. Noch funktionstüchtige Geräte werden hingegen gelöscht, aufbereitet und wieder in Umlauf gebracht. Die Umwelt wird so gleich doppelt geschont: In die Mülltonne gehören Altgeräte aufgrund der teils giftigen Inhaltstoffe, die bei der Deponierung oder Verbrennung frei werden, nämlich auf gar keinen Fall.

Für einen guten Zweck kann die Rückgabe an die Mobilfunkanbieter und deren Partner-Organisationen sein. Bei der Telekom und O2 können sie sich online sogar ein kostenloses Versand-Etikett ausdrucken. Ein Besuch in einem Shop von Vodafone oder den anderen beiden tut es aber auch, um das alte Handy loszuwerden. Dafür Spende die Mobilfunker oder lassen die Erlöse einem guten Zweck zukommen. Vodafone spendet an soziale Hilfsprojekte, die Deutsche Telekom unterstützt die Deutsche Umwelthilfe e.V. und O2 zahlt einen Beitrag an den Naturschutzbund Deutschland e.V.

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