Altes Handy verkaufen: Wann lohnen sich eBay und Amazon?

Sobald die SIM-Karte entfernt ist, alle persönlichen Daten gesichert und aus den Speichern gelöscht sind, stellt sich die Frage nach der bestmöglichen Verwertung des alten Handys. Nicht nur bei den populären Modellen mit dem Apfel lohnt sich aufgrund ihrer Wertstabilität ein Blick auf die großen Marktplätze eBay und Amazon. Für Smartphones in gutem Zustand lässt sich in der Regel noch ein nettes Sümmchen erzielen, um die Haushaltskasse aufzubessern.

Smartphone im Café© Drobot Dean / Fotolia.com
05.11.2009, 12:11 Uhr

Verkaufen über eBay
Das Internet-Auktionshaus eBay ist wohl die beliebteste Plattform zum Verkauf gebrauchter Handys. Bei einem Startpreis von einem Euro kann das Altgerät inklusive Fotos kostenlos angeboten werden. Kommt der altgediente Begleiter unter den Hammer, verlangt eBay eine Gebühr.
Die Abwicklung der Zahlung und die Höhe der Versandkosten werden im Angebotstext festgehalten und sind Teil des Vertrags mit dem Käufer. Zugleich hängen die Chancen eines guten Erlöses natürlich maßgeblich vom Informationsgehalt der Artikelbeschreibung ab: Ein gutes Foto kann den Preis ebenso hochtreiben, wie eine detaillierte und damit ehrliche Schilderung von eventuell vorhandenen Fehlern bzw. Gebrauchsspuren. Auch ein vollständiges Zubehör-Paket oder die Verpackung im Originalkarton sind vielen potentiellen Käufern wichtig und können den Restwert deutlich erhöhen.
Der Amazon Marketplace
Eine Alternative zu eBay bietet Amazon mit dem Marketplace. Hier können gebrauchte Produkte nur einen Klick von der Neuware entfernt zum Festpreis angeboten werden. Kosten fallen erst beim Verkauf durch Provisionen und Gebühren an. Darin enthalten ist eine von Amazon festgelegte Versandkostenpauschale. Die tatsächlichen Versandkosten müssen von diesem Betrag also noch abgezogen werden und können nicht vom Käufer eingefordert werden.
Zudem stellt Amazon einige Anforderungen an Verkäufer auf seiner Plattform: So sollen verkaufte Handys nach spätestens zwei Tagen an den Käufer versendet werden. Wer einige Tage in Urlaub fahren möchte, deaktiviert sein Angebot bis zur Rückkehr also besser. Gleichzeitig hat der Shoppingriese genaue Vorgaben, in welchem Zustand ein Handy als „wie neu“ gilt und welche Zubehörteile unbedingt enthalten sein müssen. Im Gegenzug kümmert sich Amazon um die Abbuchung des Kaufpreises vom Konto des Käufers und überweist das nach Gebühren und Provisionen übrige Guthaben nach spätestens 14 Tagen auf das eigene Konto.
Fazit
Sowohl eBay als auch Amazon haben Vor- und Nachteile. Das Auktionshaus punktet bei der traditionellen Auktion mit geringeren Gebühren, auf der anderen Seite ist der Erlös bei einem Startgebot von einem Euro wenig planbar. Außerdem müssen Ansprüche gegenüber dem Käufer alleine durchsetzt werden, sollte es sich dieser nach dem Kauf noch einmal anders überlegen.
Amazon bietet schon fertig formulierte Produktbeschreibungen und eine garantierte Bezahlung über das Transaktionssystem Amazon Payments. Dieses Angebot lässt sich der Shoppingriese über Provisionen und Gebühren allerdings fürstlich entlohnen: Selbst für die meist nicht kostendeckende Versandkostenpauschale wird eine „variable Abschlussgebühr“ fällig.
 
Oft lohnt daher ein Blick in die regionalen Angebote von Kleinanzeigenmärkten. Ebay-Kleinanzeigen und andere Flohmarkt-Apps bieten die Möglichkeit das Alt-Handy zu veräußern. Zwar werden hier teilweise weniger potentielle Käufer erreicht, dafür treffen sich beide Parteien in der Regel vor Abschluss des Verkaufs persönlich. Der Käufer kann sich vom Zustand des Handys direkt überzeugen, die Bezahlung erfolgt unkompliziert bar auf die Hand.

Alternative Verwertung: Handys recyceln und trotzdem Geld verdienen

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