Die wichtigsten Apps für Karneval

In der fünften Jahreszeit vom 11.11. bis zum Aschermittwoch verkleiden sich die Menschen traditionell, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Auch vor dieser Tradition des ausgelassenen Feierns und der feuchtfröhlichen Tage macht das Smartphone-Zeitalter nicht halt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Apps & Adressen für Karneval vor.

Frau mit Smartphone© kaboompics / Pixabay.com
13.02.2017, 15:40 Uhr

Insbesondere im Februar gehen sie kostümiert auf Prunksitzungen und feiern den Straßenkarneval. Dabei wollen wir nicht unterschlagen, dass es in Deutschland auch „Fasching“ gibt und zur selben Zeit auch in anderen Teilen des Landes ausgelassen gefeiert wird. Doch Fasching-Apps sind uns während unseres Tests nicht nennenswert begegnet, weswegen der Fokus auf dem rheinischen Karneval liegt.

Dr‘ Zoch kütt: Karneval in Köln

Bei den Jecken in Köln ist das A und O während des Fastelovends das Feiern in den zahlreichen Kneipen in der Altstadt. Diese sind indes besonders dann „joot jefüllt“, wenn das Wetter den Karnevalisten nicht wohlgesonnen ist. Um gut vorbereitet an den zahlreichen Umzügen in Köln und dem Umland teilzunehme hilft des App „Kölsches Wetter“. Die Anwendung „AppSolut jeck!“ ist ein digitales Handbuch rund um den Kölner Karneval. Dort findet man jede Menge Informationen für eines der Zentren der Lach- und Spaßgesellschaft, wie die Termine der Karneval Umzüge sowie die Adressen von Veranstaltungsorten und Karnevals-Vereinen.


Deutschlands größter Karnevalszug findet immer am Rosenmontag als Höhepunkt des „Fastelovend“ in Köln statt. Die Umzüge werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Radio übertragen, wo dann auch sämtliche Karnevals-Hits zu hören sind. Für das Handy empfiehlt sich die App „Radioplayer“, die alle deutschen Sender in sich vereint. Zum Beispiel läuft die Sendung "Kölsch un Jot" jeden Sonntagabend von 21 bis 24 Uhr bei Radio Köln, WDR 4 überträgt aus Köln und Düsseldorf an Weiberfastnacht, Karnevalsfreitag, Karnevalssamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag.

Vorgefertigte Playlists oder die Möglichkeit sich seine eigenen Lieblingshits zum Feiern zusammenzustellen bieten Musik-Streaming-Dienste. Hier wie auch beim Internet-Radio sollten Sie bei der Nutzung darauf achten ein WLAN zu nutzen oder den passenden Handytarif mit ausreichendem Datenvolumen zu nutzen.

​Ein dreifaches Helau: Karneval in Düsseldorf

Die „Feindschaft“ zwischen Köln und Düsseldorf ist auch im Karneval zu spüren, dabei sind sich die beiden regionalen Größen gar nicht so fremd. Auch hier wird das Brauchtum jedes Jahr auf neue gepflegt. Die Närrische App hilft dabei, die viele Informationen mit aktuellen Nachrichten, Live-Berichten der Karnevalsveranstaltungen und dem ABC des Düsseldorfer Karnevals zusammenzufassen. Sogar über die Lage der öffentlichen Toiletten informiert die App, was in dieser Jahreszeit und bei den vielen Gelegenheit ein „Alt“ zu sich zu nehmen, ja besonders wichtig ist. Auch in Düsseldorf ist der Rosenmontag ein Festtag, die Innenstadt ist für viele Stunden dicht und an jeder Ecke steigt eine Party.

Generell gilt: lieber das Auto stehen lassen. Insbesondere Ortsfremde können sich mit den Apps der ÖPNV-Betriebe informieren, wie sie sich zum Beispiel mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an den Tagen in Düsseldorf bewegen können. Außerdem kann man sich auch schon vorab für das Handyticket der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) oder den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) anmelden, um dann bequem mit dem Smartphone einen Fahrschein zu lösen. Direkt von Kneipe zu Kneipe geht es mit „myTaxi“ der Taxi-App.

In der Bütt: Karneval in Mainz

In einer der südlichsten Hochburgen des Rheinländer Karnevals findet die sogenannte „Meenzer-Fassenacht“ statt. Aber auch in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Fulda (Fuldear Fastnacht) geht natürlich auch am letzten Karnevalswochenende die Post ab. Die feucht-Fröhliche Jahreszeit ist aber auch immer eine Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass übermäßiger Alkoholkonsum gesundheitsschädlich ist und süchtig machen kann.

Um unterwegs einen Überblick zu behalten kann hier ein Promillerechner helfen. Auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kann zwar kein belastbarer Alkoholtest gemacht werden, aber durch die Eingabe aller konsumierten alkoholischen Getränke, des Genusszeitraums, Geschlecht, Alter, Körpergewicht und -größe, lässt sich der Blutalkoholwert abschätzen und die Ausnüchterungszeit prognostizieren. Wer nach Karneval auf Alkohol verzichten möchte, kann hier auch gleich einen Newsletter bestellen, der mit regelmäßigen Anregungen bei der Bewältigung der Fastenzeit helfen soll.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei 

Nach einer intensiven fünften Jahreszeit finden sich insbesondere gläubige Katholiken am Aschermittwoch in den Kirchen ein, um vom Priester ein Aschekreuz zu empfangen, das ihnen als Symbol der Buße und Reinigung auf die Stirn gemalt wird. Dann beginnt die Fastenzeit, durch die App „Weniger ist mehr“ von Misereor, zu deren Gunsten das ZDF die Spendengala ausrichtet, und der Aktion "Mit 2 € helfen" soll der Verzicht über sieben Wochen zum Kinderspiel werden.

Der gesparte Kaffee to-go kann so zum Beispiel dafür sorgen, dass ein Kind in Südafrika eine Woche lang satt wird. In der App lassen sich vorgefertigte Vorschläge auswählen oder ein individueller Verzicht eintragen. Außerdem gibt es Fasten-Challenges, an denen man sich beteiligen kann, um bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Beispiel auf Fleisch zu verzichten. Wird die benötigte Berechtigung erteilt, dann erinnert die App auch regelmäßig an die gesteckten Ziele, damit sie nicht im Alltag untergehen.

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