Mit dem Smartphone auf Fahrradtour

Handys sind aus unserem Alltag nicht  mehr wegzudenken. Die Redaktion von handytarife.de hat sich Zubehör und Apps angeschaut, die den alten Drahtesel und das hochmoderne Bike mit den smarten Mobiltelefonen kombinieren wollen.

Handy Tarifvergleich© George Dolgikh / Fotolia.com
30.04.2015, 13:18 Uhr

Wie beim Autofahren ist die Benutzung eines Handys während der Fahrt verboten. Der Fahrradfahrer soll stets beide Hände zum Lenken und Bremsen frei haben. Bei Verstoß drohen 25 Euro Bußgeld. Um das Smartphone im Auto zu nutzen, sollten eine Halterung und eine Freisprecheinrichtung zum Einsatz kommen. Eine solche Auslegung ist auch für Fahrradfahrer in Betracht zu ziehen. So können mit einem Handyhalter spezielle Apps rund um das Zweirad während der Fahrt genutzt werden. Zum Telefonieren ist ein Headset ratsam. Oder vielleicht die two-in-one Lösung von Sminno? Das erfahren Sie in unserem Bericht!

Apps

Komoot – Die geplante Tour

Die App Komoot ist ein soziales Netzwerk für Wanderer, Mountainbiker, Fahrrad- und Rennradfahrer. Hier erstellt man sich ein eigenes Profil und kann die Aktivitäten und Touren von Freunden verfolgen. Der Login bietet dabei zwei Vorteile: Zunächst bekommt man die Karten für eine Wunschregion gratis. Danach fallen für Einzelregionen 3,99 Euro, Regionen-Pakete 8,99 Euro an oder man erwirbt alle Karten für 19,99 Euro. Zweitens ist es so möglich, die eigene Tour am PC zu planen und dann nur noch auf dem Handy abzurufen. Danach kann die geplante Tour auch auf dem Smartphone gespeichert werden, um sich offline navigieren zu lassen, wodurch in abgelegeneren Regionen eine Internetverbindung nicht benötigt und das Datenvolumen geschont wird.

Mit der Komoot App kann man sich klassisch von einem Startpunkt zum Ziel navigieren lassen aber auch eine Rundtour planen. Das funktioniert mit dem iPhone, Android-Handys und-Smartwatches sowie der Apple Watch. Als registrierter Nutzer können besonders schöne Orte in den Karten markiert und ein Foto dazu hochgeladen werden. So kann man anderen Bikern aus der Community diese Plätze empfehlen und profitiert bei der Planung der eigenen Touren von den Erfahrungen der registrierten Nutzer. Solange man nicht nur in einer einzigen Region unterwegs ist, müssen alle weiteren Karten dazugekauft werden. Dafür erhält man allerdings zur geplanten Route auch topografische Angaben, um einzuschätzen, wie anstrengend die Fahrradtour wird.

Bike citizens von BikeCityGuide

“Bike citizens” hat drei Funktionen: Sie dient als Fahrradcomputer, um die Gesamtstrecke, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die insgesamt auf dem Fahrrad verbrachte Zeit zu messen. Zum Planen von Touren eignet sich die Applikation ebenfalls. Aus einer Liste mit Points-of-Interest werden die Sehenswürdigkeiten ausgewählt und die App erstellt daraus eine Tour. Hierbei haben sich die Entwickler also gegen den Community-Gedanken entschieden, der bei Komoot im Vordergrund steht. Trotzdem ist eine Registrierung notwendig, um in der App neue Karten zu kaufen.

Kostenlose Karten stehen für Bremen, Hannover und Region, Fürtz und Weiz in Österreich bereit. Es werden pro Stadt 4,99 Euro fällig. Dabei wird das Kartenmaterial heruntergeladen, sodass auch offline navigiert werden kann. Für 19,95 Euro gibt es eine Karten-Flatrate.

Von den Entwicklern wird übrigens auch ein Handyhalter verkauft. "Finn" ist ab 15 Euro zu haben und in seiner Handhabung besonders praktisch. Er besteht aus Silikon, kann einfach abgenommen und in der Hosentasche verstaut werden und kann mit unterschiedlichen Handygrößen umgehen.

Handyhalter und App

Sminno ist ein Unternehmen aus Kassel. Die beiden Gründer und Brüder habe die Handyhalterung Cesa Cruise entwickelt, die tatsächlich stark an eine Schale erinnert und daher etwas klobig wirkt. Doch diese Erscheinung hat System, denn durch die runde Form wird der Schall nach vorne verstärkt. Dies funktioniert mit Einschränkungen: Die Widergabe von Musik wird damit wirklich lauter. Dafür muss aber der Lautsprecher auf der Rückseite oder im Rahmen des Handys platziert sein. Sind die Lautsprecher in der Front untergebracht, dann wirkt der Effekt nicht.

Der Sound soll beim hineinsprechen in die Schale ebenso verstärkt werden, sodass auf eine klassische Freisprecheinrichtung verzichtet werden kann. Man muss auf dem Fahrrad sitzend trotzdem recht laut in die Richtung des Cesa Cruise sprechen. Dabei kann sich der der gewünschte Effekt der Verstärkung auch ins Negative wandeln, wenn Wind in die Schale hineinbläst. Die Handyhalterung ist in schwarz, weiß, gelb oder grau erhältlich. Sie hält das Mobiltelefon sicher fest.

Die Entwickler von Sminno haben auch eine Smartphone-App, herausgebracht. Das Programm bietet einen Sprachassistenten, zeichnet Fitness- und Streckendaten auf und kümmert sich auch um die Musikwiedergabe.

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